Eigentlich gibt es in meinem Blog keine Gastartikel. Eigentlich. 

Doch als mein Freund Sven von „Männlichkeit stärken“ mir letzte Woche diesen Artikel schickte, kippte ich fast aus den Latschen. „Mehr Selbstbewusstsein durch Dirty Talk“ – was für eine geile Idee. Im wahrsten Sinn des Wortes….

Hier ist er also – der erste Gastartikel im Nina Deißler Blog über Liebe, Flirt und Selbstvertrauen. Viel Spaß!


 

Hast du dich beim Sex auch schon mal dabei erwischt, wie du beim Sex, schmutzige Dirty-Talk-Wörter gedacht hast?

  • „Boah, was für ein geiler Arsch!“
  • „Ja, fick mich richtig durch!“
  • „Meine kleine, geile Schlampe!“
  • „Was für ein leckerer Schwanz!“

Und vielleicht geht es dir wie vielen Menschen. Sobald dir diese schmutzigen Worte durch deinen Kopf schallen, beißt du dir auf deine Unterlippe und behältst deine Gedanken für dich.

Damit sollte aber ab heute Schluss sein!

Nicht nur, weil durch Dirty Talk dein Sexleben besser wird, – sondern du auch automatisch mehr Selbstbewusstsein bekommst.

Was hinter deinem Selbstbewusstsein steckt

Als Männercoach kommen Männer mit unterschiedlichsten Fragen auf mich zu. Eine der häufigsten Frage ist, die zum eigenen Selbstbewusstsein.

»Sven, wie kann ich mehr Selbstbewusstsein aufbauen?« …

Selbstbewusstsein ist ein fluffiges Wort, was so greifbar ist, wie die Schäfchenwolken am Himmel.

Aus diesem Grund frage ich immer genauer nach: »Warum möchtest du denn mehr Selbstbewusstsein haben?«

Und nach kurzem hin und der kommen wir sehr schnell zur Wurzel der eigentlichen Frage.

  • »Hey Sven, ich will mich endlich trauen, Frauen anzusprechen.«
  • »Wie überwinde ich meine inneren Blockaden und küsse die Frau endlich?«
  • »Ich will mich endlich trauen, meine Wünsche im Bett offen zu kommunizieren.«

Hinter dem Wort Selbstbewusstsein verbirgt sich also fast immer der Wunsch nach mehr Erfolg im Liebensleben.

Wir alle wollen nur das Eine – Eine Exkursion in das menschliche Gehirn

Wenn man sich das menschliche Gehirn genauer anschaut, erkennt man sehr schnell, dass es kein fertig designtes Produkt ist, sondern sich nach und nach im Laufe der Evolution gebildet hat.

Eines der ältesten Areale ist das limbische System: In diesem Bereich entstehen die instinktiven emotionalen Reaktionen, die für das menschliche Überleben notwendig sind.

  • Wenn wir Hunger bekommen, dann steuert das unser limbische System.
  • Wenn wir durstig werden, dann steuert das unser limbische System.
  • Und wenn wir diese Lust auf Sex spüren, dann deswegen, weil unser limbisches System dafür sorgen will, dass wir unsere Gene weitergegeben.

Der Drang nach Sex ist eine der grundlegenden Triebkräfte des menschlichen Verhaltens.

Bei Affen, die mit uns Menschen sehr eng verwandt sind, hat das limbische System noch nahezu komplett die Kontrolle.

Ein Affe geht mit einem Affenweibchen nicht erst auf mehrere Dates, bei dem sich beide langsam annähern und in einem längeren intellektuellen Prozess entscheiden, ob mehr aus den beiden werden kann.

Nein. Ein männlicher Affe wird geil, sucht sich ein Affenweibchen, bezirzt es ein wenig und schon geht´s zur Sache.

Und wenn das Weibchen darauf keine Lust hat und ihn abweist, sucht sich der Affe das nächste Weibchen, bei dem er einen neuen Versuch startet.

Schnell, direkt, einfach und ungefiltert – so will es das limbische System.

Und sind wir mal ehrlich: Es gibt durchaus auch Menschen, wo man den Eindruck hat, dass das limbische System hier die Oberhand hat…

Im Laufe der Evolution des Menschen hat sich jedoch im Gehirn über dem limbischen System das Großhirn und darüber noch einmal der sogenannte Cortex gebildet.

Der Cortex ermöglicht es uns Menschen, zu denken und unsere Handlungen scheinbar bewusst steuern zu können. Aber maßgeblich werden sie trotzdem auf einer tieferen Ebene vom limbischen System bestimmt.

Wenn Männer teure Autos kaufen, Frauen sich hübsch zurechtmachen, Männer ins Fitnessstudio gehen und Frauen die nächste Diät ausprobieren …

… dann mag die Großhirnrinde logische Begründungen finden, wie

  • »Ich brauche das Auto, damit ich besser zur Arbeit komme.«
  • »Ich mag es einfach, wenn ich gut aussehe.«
  • »Ich finde Muskeln einfach schön.«
  • »Ich fühle selbstbewusster, wenn ich schlank bin.«

… aber gleichzeitig funkt unser limbisches System die ganze Zeit: »Ich will mehr Sex!«

Und das bringt uns direkt zurück zum Thema dieses Artikels:

Der beste Zeitpunkt für Dirty Talk

Dieser Funkverkehr läuft unbewusst ab und wird häufig nur als eine »innere Unruhe« oder »dem Wunsch nach mehr Selbstbewusstsein« wahrgenommen.

Unterschwellig schreit unser Körper aber nach: »Lass mal wieder guten Sex haben!«

Jetzt am Frühstückstisch zwischen Zeitung und Kaffee zu sagen: »Schatz, ich will jetzt endlich deine kleine geile Muschi ficken« oder ein »Mein Liebster, ich will jetzt unbedingt deinen harten Schwanz in mir spüren« kann durchaus verstörend sein.

Gerade dann, wenn diese Form der gepflegten Konversation nicht alltäglich ist.

Der beste Zeitpunkt für Dirty Talk ist deswegen weder der Frühstückstisch, noch das Teammeeting im Büro.

Der beste Zeitpunkt für Dirty Talk ist dann, wenn das limbische System am aktivsten ist.

Beim Sex!

Denn dort hat das limbische System die Oberhand.

Leider sind viele Menschen auch beim Sex noch sehr mit dem Denken beschäftigt und unterdrücken ihre triebhaften limbischen Impulse.

Die meisten Männer und Frauen denken, dass es nicht angebracht ist, Dirty Talk im Bett zu verwenden und so richtig schön versaut miteinander umzugehen.

Da liegt das Problem: Sie denken.

Sie haben wilde, versaute Gedanken Kopf, aber trauen sich nicht, diese zu äußern. Auch wenn sie Lust darauf haben, unterdrücken sie ihren Wunsch. Weil sie glauben, dass das ihr(e) Partner(in) verstören könnte.

Der Cortex lässt grüßen.

Aber ich rate dir:

Lass einfach mal deinen limbisches Reptiliengehirn das Steuer übernehmen und deine versauten Gedanken aussprechen, anstatt sie lieb und brav zurückzuhalten.

Wenn du bisher noch nie Dirty Talk gemacht hast, taste dich aber langsam dabei vor.

Sag nicht gleich:

»Heute ficke ich dich mal so richtig durch« oder »Nimm mich – und zwar hart!« …

… sondern starte behutsam.

Zum Beispiel mit: »Wow, dein Geruch macht mich total geil!«

Und dann schau, wie deine Partner / deine Partnerin reagiert.

In den meisten Fällen wird die Reaktion positiv sein. Selbst wenn sie/er gar nicht darauf reagiert, findet sie/er es in der Regel geil.

Warum? Sein/Ihr limbisches System sorgt dafür ; )

Wenn du dich unsicher fühlst, wie es rüber gekommen ist, frage nach dem Sex nach, wie es sich angefühlt hat. Aber frag am besten gleich, denn je länger du wartest, desto mehr übernimmt die Großhirnrinde wieder das Steuer. Und mit diesem logischen Anteil in deinem Gehirn willst du nicht über versaute Dinge sprechen.

Lass es einfach mal raus. Egal für wie pervers, unangebracht oder verrucht du es findest. Wenn du diesen Worten Raum gibst, hast du nicht nur geileren Sex, du stärkst auch dein Selbstbewusstsein.

Wenn du für den perfekten Dirty Talk noch ein paar Anregungen haben willst, lies den Artikel »101 Dirty Talk Beispiele« auf Sven & Martins Seite „Männlichkeit Stärken“.

101 Dirty Talk Beispiele

Dieser Artikel ist vornehmlich an Männer adressiert. Aber auch als Frau findest du dort einige Beispiele, die du wunderbar anwenden kannst.

Wie du mit Dirty Talk dein Selbstbewusstsein stärkst

Wenn du Dirty Talk im Bett verwendest, stärkst du automatisch dein Selbstbewusstsein.

Der Grund dafür ist:

Wenn du dich im Bett traust, all die Dinge auszusprechen, bei denen du sonst immer ein Blatt vor den Mund genommen hast …

… dann wird dir das auch in anderen Bereichen deines Lebens viel leichter fallen.

Du wirst endlich die Dinge sagen und machen, die du dich bisher nicht getraut hast.

Wenn du gerade keine Zeit für den Anruf deiner besten Freundin hast …

  • … wirst du ihr freundlich mitteilen, dass es gerade nicht für dich passt.

Wenn der Kellner dir einen Tee bringt, statt den Kaffee, den du bestellt hast …

  • … wirst du ihn freundlich und bestimmt auf darauf hinweisen.

Wenn dein Kollege dich auf der Arbeit respektlos behandelt …

  • … wirst du ihm gesunde und natürliche Grenzen setzen.

Der fundamentale Unterschied zwischen Menschen mit einem hohen und niedrigen Selbstbewusstsein ist:

Selbstbewusste Menschen sprechen aus, was sie wirklich denken und fühlen – und zwar als sogenannte „Ich-Botschaft“.

Sie handeln anhand dessen, was sie tief in ihrem Innersten bewegt.

Und wenn dir das bisher schwergefallen ist, dann kannst du im Bett mit Dirty Talk wunderbar den ersten Schritt machen.

 

Mehr Selbstbewusstsein – so bekommst du es

In diesem Artikel habe ich dir gezeigt, dass Sex haben zu wollen eine der Hauptantriebsfedern des menschlichen Verhaltens ist.

Außerdem hast du erfahren, wann und wie du Dirty Talk am besten anwendest.

Und Du weisst jetzt, dass du durch Dirty Talk nicht nur mehr Spaß im Bett, sondern auch mehr Selbstbewusstsein bekommst.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren dieser ungewöhnlichen und zugleich sehr kreativen Methode ; )

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  • Kommen, wenn du es willst – so wirst du 4 mal länger Sex haben
  • Nie wieder Erektionsstörungen – die Mentaltechnik für deine standhafte Libido

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Über den Autor

Sven Philipp ist Autor, Blogger und Männercoach. Vor 5 Jahren gründete er zusammen mit Martin Rheinländer den Männerblog »Männlichkeit stärken«. Allein im letzen Jahr erreichten sie mit ihren Artikeln, E-Mail-Lektionen, Youtube-Videos, Abenteuerreisen und Workshops mehr als eine Million Männer.

 

 

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