Suchst Du nach Gesprächsthemen oder Fragen zum Kennenlernen, die Du z.B. beim Date oder auf einer Party nutzen kannst, um bessere Gespräche zu führen?

In diesem Artikel habe ich für Dich die besten Fragen zum Kennenlernen zusammengestellt, wie ich sie auch in meinem Kurs „Dating Secrets“ mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen ausprobiere. Ich höre immer wieder von unseren Teilnehmenden, dass sie überrascht sind, wie gut diese Fragen beim Kennenlernen funktionieren und wie viel besser ihre Gespräche dadurch werden.

Doch halt:

Ich wäre ja kein guter Datingcoach, wenn ich Dir jetzt einfach so „25 Fragen zum Kennenlernen“ hinschmeißen würde: Denn das „Was“ ist ja nur eine Sache… viel wichtiger ist oft das „Wie“. Und beim Dating vor allem auch das „Warum“!

Mit dem „Warum“ wirst Du in Zukunft nicht mehr verzweifelt nach Fragen zum Kennenlernen suchen müssen, sondern bereits ein besseres Gefühl dafür haben, was funktionieren kann und wie.

Was meine ich damit?

Ein paar Grundüberlegungen für Dich:

Warum willst Du Fragen zum Kennenlernen parat haben?

Die erste und logischste Antwort wäre wohl: „Weil ich ein besseres Gefühl haben will, wenn ich jemanden kennen lerne“ – oder „Um mehr Erfolg beim Date oder beim Verlieben zu haben“!?

Ganz egal, wie Deine persönliche Antwort lautet: Grundsätzlich denken die meisten Menschen erst mal an sich selbst – an ihre Ziele, Wünsche, Bedürfnisse.

Du auch?

Das ist okay.

Und jetzt denke einen Schritt weiter:

Was immer Dein Ziel, Dein Wunsch, Dein Bedürfnis ist – beim Dating hat es mit einer anderen Person zu tun.

Der/die andere – Dein „Date“ – muss dasselbe wollen, wie Du!

Und damit das passiert, geht es vor allem darum, dass Du Deinem Gegenüber vermitteln kannst, dass

  1. er/sie toll ist
  2. er/sie mit Dir in guter Gesellschaft ist.

Das bedeutet, dass Du Deinem Gegenüber nicht nur vermittelst, dass Du „auch toll“ bist, sondern dass Du ein tolles Match wärst!

Viele Menschen denken ja, es ist eine bessere Strategie, sich nichts anmerken zu lassen, damit man nicht bedürftig wirkt – aber es gibt einen sehr großen Unterschied zwischen Begeisterung und Bedürftigkeit:

Du musst Dich nicht cool und unnahbar geben, damit man Dich mag!

Betrachte das ganze mal aus deiner Perspektive und stell Dir dann diese drei verschiedenen Personen vor:

  • Der/die erste ist kühl, distanziert und zeigt Dir keine Gefühle – ab und an kommentiert er Deine Sätze mit einem „Ach, wirklich? Okay.“
  • Der/die zweite ist offen, freundlich und macht Dir ein nettes Kompliment. Dann stellt er/sie Dir eine Frage, über die Du erst mal nachdenken musst…
  • Der/die dritte ist auch sehr nett und nickt zu allem, was Du sagst. Er/sie hängt förmlich an Deinen Lippen und sagt Dir die ganze Zeit, wie toll Du bist.

Na, welchen von den dreien findest Du interessant?

Menschen mit einem gesunden Selbstvertrauen bevorzugen die zweite Person: Er/sie ist freundlich, zeigt Zuneigung – hat aber auch eigene Ideen und will offenbar nicht um jeden Preis gefallen. Wir mögen Menschen, die uns mögen – aber eben dann am meisten, wenn wir das Gefühl haben, dass die Sympathie echt ist. Das ist der Unterschied zur Bedürftigkeit: Ein bedürftiger Mensch will einfach gemocht werden – fast egal von wem – und „schleimt“ sich deshalb ein.

Es ist jedoch kein „Einschleimen“, wenn Du jemandem zeigst, dass Du ihn gut findest. Denn das muss ja nicht automatisch heißen „Ich will was von Dir!“. Es heißt einfach nur „Ich finde Dich interessant!“.

Wie machst Du das?

  • Du findest Gemeinsamkeiten
  • Du löst positive Gefühle aus
  • Du weckst oder erinnerst an Sehnsüchte
  • Du bringst den anderen zum Lachen
  • Du findest „einen Draht“ zu Deinem Gegenüber
  • Du machst „Deep Talk“ – Gespräch auf einer persönlichen, emotionalen Ebene
  • Du bist sexy und ein interessanter, spannender Gesprächspartner

Und das ist nicht nur mit ein paar Fragen zum Kennenlernen getan, oder? (Genau das ist ja der Grund, warum ich dieses Seminar dazu gebe!)

Du willst Dein Gegenüber verführen – das muss nicht immer gleich heißen, dass Du die/den anderen ins Bett zerrst – im Gegenteil:

Für mich bedeutet Verführung, dass ich in meinem Gegenüber einfach „Lust auf mehr“ – sprich: Lust auf mehr von mir und mit mir – erwecke. Dass mein Gesprächspartner eine so gute Zeit mit mir hat, dass er unbedingt mehr davon haben will – und mich deshalb wiedersehen möchte.

Die meisten Menschen, die sich eine Partnerschaft wünschen, kreieren Druck: Wie ist es mit uns? Was suchst Du? Wann sehen wir uns? Magst Du mich? 

Das sind typische „Datingfehler“. 

Dabei wäre es so viel schlauer und auch einfacher, Anziehung zu kreieren – statt Druck. Einen „Sog“, der Dein Gegenüber näher zu Dir bringt. Das passiert zum Beispiel wenn:

  • Dein Gesprächspartner in den letzten 6 Monaten (oder noch länger) mit niemandem ein besseres Gespräch hatte als mit Dir
  • Dein Gegenüber sich halbtot gelacht hat mit Dir
  • Dein Date in Deinen Augen versunken ist und das Gefühl hatte, Ihr kennt Euch schon eeeewig

Du wünschst Dir eine Partnerschaft, weil Du erwartest, dass Dein Leben mit einem/einer Partner/in schöner, besser, toller wäre, als es bisher meistens ist. Dann sorge dafür, dass auch Euer Gespräch schöner, besser, toller für sie/ihn ist, als andere Gespräche!

 

Tabuthemen beim Kennenlernen:

Bevor wir zu meinen Top 25 Fragen zum Kennenlernen kommen, ein paar wichtige Basics, damit es gut gelingt und vor allem auch ein wichtiges No-Go:

Sprich niemals über Geld, Religion, Politik, Krankheit, Sorgen, Ex-Beziehungen, Deinen Job, Deine Kinder oder Deine Eltern!

Zumindest nicht beim ersten Date!

Warum?

Geld, Religion und Politik sind sogenannte „Meinungsthemen“:

Wenn man sich gern hat, kann man auch gut mal unterschiedlicher Meinung sein – aber so weit muss es erst mal kommen! Meinungen kommen aus dem Kopf – und da willst Du mit Deinem Date eigentlich gar nicht hin… Du willst zum Herzen (oder zum Höschen!) – also lass diesen Scheiß!

Krankheit und Sorgen lösen negative Gefühle aus:

Du willst, dass Dein Gegenüber sich mit Dir großartig, gesund, glücklich und lebendig fühlt – also rede nicht über Dinge, die negative Gefühle auslösen. Wir müssen uns unweigerlich alles vorstellen, worüber wir mit jemandem sprechen. Und wenn es etwas unangenehmes ist, müssen wir uns etwas unangenehmes vorstellen. Das sind keine guten Themen zum Kennenlernen, weil es einfach die Stimmung versaut. Also lass den Scheiß!

Ex-Beziehungen – muss ich das wirklich kommentieren?

Offenbar schon! Immer wieder höre ich, dass Menschen bei einem Date (und dann auch noch beim ersten!) über ihre Ex-Beziehungen reden! Na klar: Das Thema ist Beziehungen – und da redet man doch gerne mal über seine Erfahrungen mit dem Thema… doch leider löst auch das bei den meisten negative Gefühle aus. Wenn Du gerade ein Date hast, dann heißt das, Deine letzte Beziehung ist schiefgegangen – und darüber willst Du jetzt nicht reden! Du willst über Deine Träume, Hoffnungen, Visionen, Dein bestes Selbst, Deine schönsten Seiten und Deine Fantasien reden. Du willst über Romantik, Spaß, Schmetterlinge und all so ein Zeug reden! Nicht über Deine Niederlagen! Also lass den Scheiß! (Wenn Deine Ex-Beziehung für Dich noch ein Thema ist: Lies das hier >>>>)

Dein Job? Oh bitte!

Ja – Du verbringst viel Zeit in Deinem Job (zu viel wahrscheinlich) und ja, das sagt auch was über Dich aus. Aber ganz ehrlich? Es interessiert Dein Date nicht, was Du da machst und wo und mit wem und wie. Was Du studiert hast und wie lange und wie gut und wo… Findest Du das romantisch? Weckt das Deine Libido? Wahrscheinlich (oh Gott: HOFFENTLICH!) NICHT… Dein Job ist nicht unwichtig – aber das sollte höchstens 3 Minuten Zeit in Anspruch nehmen.

Du hast Kinder? Toll! Rede beim zweiten Date drüber! Du hast Eltern? Super! Lass den Scheiß!

Klar gehört das zu Dir und klar ist das wichtig, aber es wird erst wichtig, wenn ihr beiden richtig Bock aufeinander habt. Und das ist „Dein Job“ beim ersten Date: Sieh zu, dass Dein Gegenüber richtig Bock auf Dich bekommt! Über Familie zu reden, erweckt keine romantischen Gefühle. Ist einfach so. Du willst ja mehr als einen Freund – Du willst auch eine Geliebte oder einen Geliebten – nicht nur eine Mutti oder einen Vati kennen lernen.

Dein erstes Gespräch dient dazu, dass Dein Gegenüber denkt: Diesen Menschen finde ich so spannend, so interessant, so nett, so witzig, so sexy, so was-auch-immer – die/den möchte ich wirklich besser kennen lernen.

Okay – ist klar jetzt?

Na gut, dann kommen sie jetzt… meine liebsten, schönsten, besten…

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Richtig gute Fragen fürs Kennenlernen

Ich sortiere Dir die Fragen in verschiedene Kategorien – Du wirst schon merken warum… es gibt Fragen zum Kennenlernen, aber auch diese Fragen sollen etwas auslösen in Deinem Gegenüber (siehe oben)! Und je nachdem, worum es gerade geht, können unterschiedliche Fragen besser funktionieren oder relevanter sein.

Gute Fragen zum Kennenlernen für den Einstieg

Fragen nach „Lieblingsthemen“ z. B.

  • Was ist zurzeit Dein Lieblingslied? (Lieblings-Band, -Eis, -Buch, -Essen, -TV-Serie… je nach Situation)

Gute Themen sind auch immer „Leidenschaften“, Reisen, Natur, Musik, Film, Literatur – eben alles, was gute Gefühle auslöst. Demnach kannst Du auch einfach fragen:

  • Woran denkst Du, wenn Du Dich gut fühlen willst?
  • Was war Deine beste Reise?
  • Was sind Deine Leidenschaften?  (Ja, das macht etwas anderes als „Deine Hobbys“)

Die Fragen mögen etwas ungewöhnlich sein – aber genau das ist der Trick: Du willst jemand besonderes sein für Dein Gegenüber – also trau Dich, besondere Fragen zu stellen! Was glaubst Du, was er/sie Dir alles verraten kann, wenn Du diese Frage stellst? Du könntest es auch machen wie Elizabeth Gilbert und fragen:

  • Was in Deinem Leben begeistert Dich im Moment am meisten?

Fragen, die ein Gespräch vom Smalltalk zu „was ich mag“ und „wer ich bin“ bringen

Du möchtet in Deinen Gesprächen eine gewisse Tiefe erreichen – Du willst nicht das ewige blabla-schallala, das jeder schon tausend mal erzählt und schon tausend mal gehört hat. Smalltalk ist für den Anfang okay – aber dann willst Du wirklich wissen, wie und wer Dein Gegenüber ist und was sie/ihn bewegt.

Das ist gar nicht schwer – mit diesen Fragen kommst Du ziemlich schnell zu möglicherweise sehr interessanten Gesprächen:

  • Was tust Du, wenn Dir langweilig ist?
  • Wie verbringst Du am liebsten einen Sonntag?
  • Wenn Du für einen Tag eine Film- oder Romanfigur sein könntest, wer wärst Du gerne?
  • Gibt es ein Buch oder einen Film, der Dich verändert hat? Welcher/s und warum?
  • Magst Du lieber das Meer oder die Berge – und warum?
  • Wenn Du frei wählen könntest: Wen würdest Du gerne mal zu Dir zum Essen einladen?

Fragen, die angenehme Gedanken und Erinnerungen auslösen

Du erinnerst Dich? Du willst, dass Dein Gegenüber sich toll und lebendig fühlt… sorg dafür, dass er/sie sich an Dinge erinnert oder sich Momente vorstellt, bei denen er/sie sich lebendig fühlt…

  • Welches Land würdest Du gerne (noch) mal bereisen – und wie?
  • Wenn Du leben könntest, wo immer Du möchtest, wo wäre das?
  • Was ist der schönste Ort an dem Du je warst (und warum)?
  • Wofür hast Du eine „Schwäche“?
  • Was hast Du als Kind am liebsten gemacht?

Kennenlern-Fragen, die witzig oder ungewöhnlich sind und etwas über Deinen Flirtpartner verraten

Es ist auch ziemlich spannend, möglichst bald herauszufinden, wie Dein Gegenüber so drauf ist – wie er/sie tickt. Dafür muss man nicht über die Meinungsthemen diskutieren – diese Fragen zum Kennenlernen machen Spaß und die Antworten verraten Dir eine ganze Menge darüber, mit wem Du es zu tun hast:

  • Welche historische Persönlichkeit hättest Du gerne kennen gelernt?
  • Wenn ich eine gute Fee wäre und Dir 3 Wünsche erfüllen könnte – welche wären das?
  • Stell Dir vor, Du wärst für einen Tag ein Mann / eine Frau – was würdest Du tun?
  • Wenn Du ein Superheld sein könntest, was wäre Deine Superheldenfähigkeit?
  • Wenn Du ein Tier sein könntest, welches wärst Du gerne (und warum)?
  • Hast Du eine „Lebensphilosophie“ oder einen Leitspruch für Dein Leben? Welchen?
  • Wenn Du morgen mit einer zusätzlichen Fähigkeit oder Eigenschaft aufwachen könntest – welche wäre das?
  • Was würdest Du machen, wenn Du den Lotto-Jackpot knackst?

„Job-Ausstiegsfragen“

Manchmal landen wir versehentlich doch beim Thema Job – doch da kommst Du ziemlich schnell wieder raus… Du kannst durchaus über berufliche Dinge reden – wenn es „die richtigen“ sind… Zum Beispiel so:

  • Was in Deinem Job macht Dir am meisten Spaß – und warum?
  • Weißt Du noch, was Du werden wolltest, als Du klein warst? Was war das? Und warum?
  • Was würdest Du tun, wenn Du davon leben könntest?

Fragen, um sich näher zu kommen:

  • Welches Parfum benutzt Du? (Darf ich mal riechen)
  • Welche Situation findest du perfekt für einen Kuss?
  • Was sollte man über Dich wissen, wenn man eine Beziehung mit Dir eingehen möchte?
  • Woran merkst Du, dass Du verliebt bist?

Diese vier Fragen solltest Du stellen, wenn Du nicht mehr in der Kennenlern-Phase bist, sondern eher bei „Fragen, um sich näher zu kommen“: So oft laufen Gespräche super – beide fühlen sich wohl, finden Gemeinsamkeiten, haben Spaß… es knistert sogar ein wenig. Aber dann passiert irgendwie nichts… weil keiner sich traut, einen Schritt weiter zu gehen.

Mit diesen vier Fragen kannst Du diesen Knackpunkt eventuell überwinden…

 

Fazit: Du willst nicht einfach nur „Fragen zum Kennenlernen“

Denn Du willst nicht einfach nur jemanden kennen lernen – Du willst jemanden von Dir begeistern!

Du willst, dass jemand an Dich denkt und dabei lächeln muss.

Du willst, dass jemand über Dich nachdenkt und anderen erzählt: „Ich habe da neulich jemanden kennen gelernt – das war wirklich toll.“ 

Du willst Spaß haben, glücklich sein und gute Gefühle empfinden und auch auslösen…

Ich weiß, dass das erst mal „viel“ erscheint – aber glaube mir: Es ist gar nicht so schwer! Mit der richtigen Einstellung und genügend Übung ist es ganz leicht – und das Beste: Es macht sogar Spaß!

 

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Hier findest Du alle Infos zum Workshop:

Dating Secrets Seminar Singles Nina Deissler

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Neu: Der Nina Deißler Podcast

In meinem Podcast geht es um die Themen, die mich bewegen: Flirt, Dating, Partnerschaft, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Männer, Frauen, 6 und Liebe.

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