Immer wieder werde ich nach Tipps gegen Schüchternheit gefragt – denn „wie man flirtet“ wird ja erst dann relevant, wenn man es endlich geschafft hat, die Angst und die Schüchternheit zu überwinden, die einen überhaupt davon abhält.

Was kann man gegen Schüchternheit tun?

Viele Menschen sind schüchtern: Manche nur in bestimmten Situationen – andere ständig und in viel zu vielen Situationen, denn sie trauen sich oft nicht das, was sie eigentlich möchten und ziehen den Kürzeren: Im Job, im Leben, in der Liebe.

Doch das muss gar nicht sein – Schüchternheit ist nicht „unheilbar“ und kann verändert werden, wenn man möchte.

Tatsächlich sind manche Menschen „von Natur aus“ eher still und zurückhaltend – das war schon so, als sie noch Kinder waren. Andere haben Schüchternheit erst durch Erfahrungen und Prägungen „gelernt“. Doch beide „Arten“ von Schüchternheit kann man auch wieder „verlernen“.

Schüchtern zu sein ist übrigens nicht dasselbe, wie introvertiert zu sein: Introvertierte Menschen sind meist eher ruhig, sie sind in sich gekehrt und brauchen Zeit für sich – um sich z.B. zu erholen und ihre „Batterien“ wieder aufzuladen. Viele Menschen die introvertiert sind, sind allerdings tatsächlich auch schüchtern: Wenn sie sich zu oft und zu sehr in sich zurückziehen, fehlt ihnen Übung im Umgang mit anderen. Das führt zu Unsicherheit und das wiederum kann zu Schüchternheit führen. Aber das ist kein Muss – es gibt auch Introvertierte, die das sehr gut können.

Was muss man über Schüchternheit wissen, um sie verändern zu können?

Bevor ich Dir jetzt Tipps gegen Schüchternheit gebe, gibt es etwas ganz Wichtiges, was Du zuerst wissen musst:

Schüchternheit ist ein Prozess, der nichts mit der Außenwelt zu tun hat!

Das Gefühl von Schüchternheit entsteht auf der Basis von Bewertungen, die jeder Schüchterne selbst macht. Es sind Gedanken, die Du hast  – sagen wir mal: Missverständnisse – die dazu führen können, Schüchternheit (letztlich eine Form von sozialer Angst) in Dir auszulösen.

Damit machst Du Dir quasi Deine Schüchternheit selbst durch das, was Du denkst.

Doch jeder Mensch – auch der Schüchterne – kann darüber bestimmen, was er denken möchte.

Kannst Du es schaffen, Dich von Gedanken zu überzeugen, die keine Schüchternheit auslösen, musst Du auch nicht mehr schüchtern sein.

 

Die 10 besten Tipps gegen Schüchternheit


1. Situationen suchen

Viele Menschen, die schüchtern sind, kennen die Situationen genau, in denen ihre Schüchternheit auftritt – und meiden diese Situationen. Wenn Du wirklich Deine Schüchternheit ablegen möchtest, musst Du Dich diesen Situationen immer wieder und wieder stellen: Wenn Du Radfahren lernen möchtest, musst Du ja auch aufs Rad steigen und es immer wieder probieren… Natürlich wirst Du nicht sofort Deine Ziele erreichen und toll sein – vor allem nicht, wenn Du es lange nicht gemacht hast. Du kannst besser werden, wenn Du Dich traust, schlecht zu sein. Also trau Dich. Sei schlecht. Und dann: Werde besser. Stelle Dich den Situationen, anstatt vor ihnen davon zu laufen.

2. Langsam anfangen

Fang zunächst mit etwas an, dass nur eine sehr kleine Herausforderung ist: Je nachdem wie schüchtern Du bist, könntest Du jemanden nach dem Weg fragen oder überhaupt ansehen oder, oder, oder. Überlege Dir: Was könnte ich tun, wobei ich nur ein bisschen nervös bin. Und dann mach genau das – und zwar so lange, bis Du nicht mehr nervös bist. Dann nimm das nächstschwierigere.

3. Identifiziere Deine Wahnvorstellungen

Sehr häufig, wenn wir uns etwas nicht trauen, geht es darum, dass wir glauben zu wissen, was Schlimmes passieren kann. Mach folgendes: Stell Dir eine Situation vor, in der Du normalerweise sehr (zu) schüchtern bist. Und dann achte mal drauf, was Dir durch den Kopf geht! Was befürchtest Du? Ist es etwas, dass Dein Gegenüber sagen, tun oder denken könnte? Was ist es genau? Und jetzt: Schreib es auf! Und wenn Du es aufgeschrieben hast, lies es Dir laut vor. Vermutlich wirst Du dann merken, wie absolut seltsam das klingt… Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das wirklich passiert? Wie oft ist es tatsächlich schon passiert?

4. Beachte Deine eigenen Bewertungen

Oft haben schüchterne Menschen Angst davor, wie sie von anderen bewertet werden, was andere über sie denken könnten. Achte doch selbst mal darauf, wie Du über andere denkst: Bist Du jemand, der viele Vorurteile hat? Siehst Du andere Menschen sehr schnell als „Gegner“ oder „potentielle Feinde“? Oder denkst Du, alle anderen sind toll nur Du bist ein Idiot? Lass Dir gesagt sein: Ich habe in den letzten 15 Jahren Gespräche mit über 10.000 unterschiedlichen Menschen geführt. Keiner von Ihnen hielt sich für perfekt. 99 % aller Menschen waren freundlich, liebenswert und auf ihre Art besonders – jedes einzelne Gespräch hat sich für mich irgendwie gelohnt. Natürlich habe ich auch schon unfreundliche Menschen getroffen. Na und? Die wird man schnell wieder los! Du brauchst mir nicht glauben – finde es selbst heraus.

5. Stelle einen Trainingsplan und Ziele auf

Wenn Du Deine Schüchternheit ablegen willst, ist es wichtig, dass Du weisst, was Du tun und erreichen möchtest. Stell Dir einen klaren, schriftlichen Trainingsplan auf. Nimm wahr, wie Du Tag für Tag und Woche für Woche mutiger, offener, selbstbewusster und vor allem freier wirst. Achte darauf, dass Du Deine Aufgaben so definierst, dass Du derjenige bist, der bestimmt, wann sie erfolgreich erfüllt sind (z.B. „Ich frage heute 3 Frauen nach ihrer Nummer“ und nicht „Ich bekomme heute 3 Telefonnummern“). In unserer „14-Tage-Flirt-Challenge“ findest Du einen super Trainingsplan: Du erhältst 14 Tage lang kostenlos Unterstützung von mir!

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6. Denk nicht mehr so viel über Dich nach

Das ständige „Um-sich-selbst-kreisen“ ist einer der Hauptauslöser für Schüchternheit. Anstatt zu denken: „Was denkt der (oder die) über mich?“ könntest Du ja auch mal denken: „Na, wer bist Du denn!?“ oder „Ich frage mich, wie sie aussieht, wenn sie lächelt!“.
Denk doch mal nett über andere nach und nicht immer nur über Dich. Schau doch mal, ob Du sehen kannst, ob jemand in Deiner Umgebung Hilfe braucht, wer traurig oder fröhlich ist, gehetzt, genervt oder gut gelaunt. Wenn Du beginnst, andere zu beobachten anstatt Dich selbst, lernst Du automatisch, andere besser einzuschätzen.

7. Manchmal muss man gar nichts sagen!

In meinem Artikel „Diese eine Sache wird Deinen Erfolg beim Flirten verzehnfachen“ findest Du eine super Anleitung, wie Du auch ohne Worte weiterkommst und warum das Kopfzerbrechen über die richtigen Worte manchmal genau das ist, was total sinnlos ist und das Gegenteil von dem bewirkt, was Du erreichen möchtest. Wenn Dir nichts einfällt: Schau halt wenigstens verschmitzt, freundlich, geheimnisvoll – was eben gerade passt! Manchmal sagt ein Blick oder Lächeln mehr als tausend Worte…

8. Sammle Beweise für das, was Du erreichen willst

Wenn wir uns einmal was in den Kopf gesetzt haben, dann suchen wir – ob wir wollen oder nicht – überall nach Beweisen für genau diese These. Und natürlich finde wir sie auch! Es ist ein bisschen so wie wenn Du ein Auto kaufen möchtest und plötzlich überall das Modell herumfahren siehst, für das Du Dich interessierst. Überlege Dir also: Was würdest Du gerne lieber über Dich denken oder wie wärst Du lieber? Schreibe es auf und dann suche jeden Tag nach Beweisen, dass es sehr wohl Situationen gibt, wo Du nicht schüchtern bist, wo andere Dich nicht schlecht behandeln, wo Du sehr wohl erreichst was Du willst und so weiter. Eben das, was Du suchst und erreichen willst und nicht das, was Du dauernd meidest.

9. Stärke Deine Stärken

Richard Bandler hat mal gesagt: „Confidence grows with competence“ also: Selbstvertrauen wächst mit Kompetenz. Hier geht es nicht um die „tatsächliche Kompetenz“ (wer würde die denn je beurteilen können?), sondern um die von Dir erlebte: Schaust Du nur auf das, was Du alles nicht kannst? Oder kannst Du auch sehen, was Du schon ganz gut machst?
Leider werden wir in unserer Gesellschaft regelrecht drauf trainiert, immer unsere Schwächen zu sehen und diese ändern, verbessern, ausmerzen zu müssen. Und was ist mit unseren Stärken? Die nehmen wir oft kaum war… kein Wunder: Alles, was genau so ist, wie es sein soll, fällt nicht groß auf, denn es ist ja so wie es sein soll. Nur was fehlt oder falsch ist, das fällt besonders auf. Aber genau damit macht man sich ein mangelndes Selbstvertrauen denn wenn man nur Schwächen und Baustellen sieht, ist es sehr schwer, mutig zu sein. Ich bin sicher, dass Du viele Stärken, viele gute Eigenschaften hast. Trau Dich, sie zu sehen und stärke Deine Stärken

10. Nimm Dich nicht so ernst!

Viele Menschen, die schüchtern sind, sind ohne es zu merken sehr arrogant: Sie denken die ganze Zeit über sich nach. Sie denken sogar, dass alle anderen auch über sie nachdenken. Ganz schön eingebildet, oder? Bist Du echt so wichtig, dass alle anderen Leute sich Gedanken um Dich machen, obwohl sie Dich vielleicht noch nicht mal kennen? Was wäre denn schon dabei, wenn Du Dich irgendwo bei irgendwem mal blamierst? Hast Du wirklich so wenig Humor, dass Du noch nicht einmal über Dich selbst oder ein Missgeschick lachen könntest? Nimm Dich nicht so ernst – dann müssen andere es auch nicht.

Mit diesen 10 Tipps gegen Schüchternheit kannst Du Dein Leben innerhalb weniger Wochen um ein vielfaches verbessern – vorausgesetzt natürlich Du liest die Tipps nicht einfach nur, sondern Du wendest sie auch an.

Du kannst aber natürlich auch so weitermachen wie bisher…

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Behalte Dich nicht länger für Dich – die Welt wartet darauf zu sehen, was Du sein kannst, wenn Du Dich endlich für sie interessierst und nicht immer nur für Dich!

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