Vor allem die Männer kennen das: Da bist Du genau, was Frauen (angeblich) suchen – nett, intelligent, treu, ehrlich, zuverlässig – und doch heisst es immer wieder: „Du bist viel zu nett!“ oder „Ich sehe Dich mehr so als Kumpel!“ oder „Ich möchte die Freundschaft zu Dir nicht riskieren“.

Und indes hast Du 17 platonische Freundinnen und sie mögen Dich alle soooo sehr, aber keine von ihnen will mit Dir zusammen sein – geschweige denn, mit Dir schlafen! (Und währenddessen erzählen sie Dir auch noch von dem Mist, den sie mit anderen Männern erleben),

Willkommen in der „Friendzone“!

Wieso bekommen offenbar gerade die „netten“ Männer am schwierigsten eine Freundin und noch schwieriger Sex – während die A….löcher (oder die sogenannten „Bad Boys“) bei Frauen offenbar total gut ankommen. Da ist man so nett und lieb und höflich und zuvorkommend und rücksichtsvoll und freundlich und was nicht alles und hört immer nur „Du bist irgendwie zu nett…“

Zunächst einmal eine ganz ehrliche – wenn vielleicht auch verstörende – Übersetzung der oben genannten Frauen-Sätze: Wenn eine Frau zu Dir sagt, Du seist „zu nett“, dann meint sie eigentlich: „Sex mit Dir kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen!“.

Sie findet Dich nicht sexy – sie kann sich nicht im Ansatz vorstellen, Sex mit Dir zu haben oder auch nur Dich nackt sehen zu wollen. Der Gedanke ist ihr unangenehm. Sehr sogar. Sie findet Dich unsexy – vielleicht nicht mal auf eine Art, dass sie sich ekelt – sondern vielleicht auch nur auf eine Art, wie man sich Sex mit seinem Bruder oder seinem Schoßhund nicht vorstellen kann.

Vielleicht kann sie sich körperliche Zärtlichkeit mit Dir nicht vorstellen, weil die Vorstellung tödlich langweilig ist oder weil sie Deinen Körper nicht attraktiv findet oder (und das ist am wahrscheinlichsten) weil Du ihr nie vermitteln konntest, dass Du weisst, wie man eine Frau zum Orgasmus bringt oder überhaupt Interesse daran hast. Eben weil Du Dich ihr gegenüber verhalten hast, wie Bruder zu Schwester oder wie ein Schoßhündchen. Du hast vermittelt, dass Sex mit Dir keine Option ist.

Und möglicherweise hat sie damit sogar Recht?

Immer wieder erlebe ich in meinen Seminaren männliche Teilnehmer, die quasi „schwören“, dass sie es bei den Mädels nicht auf Sex abgesehen haben – aber dennoch stinksauer und enttäuscht sind, dass keine ihrer platonischen Freundinnen Sex mit ihnen haben will… Finde den Fehler!!!

Denn die Wahrheit ist doch, dass genau da der gravierendste Unterschied zwischen einer engen Freundschaft und einer Partnerschaft / sexuellen Beziehung ist: Der Sex!

Warum willst Du eine Frau kennen lernen? Warum willst Du eine Freundin?

Wenn Du ganz ehrlich bist, dann geht es Dir am Ende darum, dass Du mit dieser Frau Sex haben willst. Jaja, nicht nur. Schon klar. Ist in Ordnung. Du bist nicht so. Prima – nur: Wenn Du keinen Sex haben wollen würdest, würde es Dich doch gar nicht stören, wenn Du immer wieder hörst „Du bist zu nett“ wenn es darum geht, aus der Freundschaft etwas zu machen, bei dem es um mehr geht, oder?

Wenn Du es also bisher bei Frauen nicht auf Sex angelegt hast bzw. wenn Du so getan hast als ob Du keinen Sex haben wollen würdest, dann haben die Frauen Dir offenbar geglaubt – und Du hast auch keinen Sex mit ihnen gehabt.

Es hat also alles perfekt funktioniert.

Du hast halt nur gelogen – und hast bekommen, was Du behauptet hast zu wollen: Keinen Sex!

Die Sache mit dem Sex

Natürlich ist es (für die meisten Frauen) schön, wenn Du nicht nur Sex willst.

Natürlich nervt es Frauen, wenn sie ständig von Männern abgebaggert werden, weil sie hübsch aussehen oder „verfügbar“ erscheinen und der jeweilige Mann nur Sex mit ihnen will und sich ansonsten nicht für sie und ihre Bedürfnisse interessiert.

Doch genau da liegt der Knackpunkt: Die meisten Frauen würden was drum geben, einen Mann kennen zu lernen, der weiss, was Frauen sexuell spannend finden und der ihr zeigt, dass er selbstbewusst, feinfühlig und fantasievoll genug ist, auch bei ihr genau ihre persönlichen Lieblingsfantasien und ihre speziellen erogenen Zonen zu finden und zu erkunden…

Mit anderen Worten: Selbst wenn ein Mann nur und ausschließlich Sex anbieten würde, wäre es das vermutlich wert – wenn er auf ihre Bedürfnisse eingeht und ihr vermitteln kann, dass der Sex toll für sie sein wird.

Und in diesem Satz war auch direkt noch ein Hinweis für Dich versteckt:

Es ist ein Unterschied, ob jemand „Sex will“ oder „Sex anbietet“ – für die meisten Männer ist Sex etwas anderes, als das was eine Frau „braucht“, um wirklich guten Sex zu haben. Und dann müssen wir Frauen auch noch immer so tun, als ob wir kein Interesse daran hätten, damit wir nicht als billig, beliebig oder leicht zu haben gelten. Oft weiss eine Frau selbst manchmal gar nicht so genau, was sie eigentlich „braucht“, damit es für sie persönlich richtig gut ist.

Sie weiß nur definitiv: Sie möchte nicht gerne benutzt werden und noch weniger möchte sie sich langweilen bzw. gelangweilt werden.

Und genau deshalb träumen die meisten Frauen von einem Mann, der sie sexuell „weiterbringt“.

Das muss ein Mann sein, der Selbstvertrauen hat – er muss kein „Arschloch“ sein:

Es muss nur jemand sein, der sich nicht gleich ins Hemd macht, wenn sie mal nicht genau so reagiert, wie er es sich wünscht. Jemand dessen „innere Welt“ in Ordnung ist und der das Gefühl vermitteln kann, dass er weiß, was er tut und der Spaß haben will und bei dem sie sich sicher und doch lebendig fühlt – es auch irgendwie aufregend ist.

Leider ist es immer noch so, dass unsere Gesellschaft Männer mit vielen sexuellen Erfahrungen wohlwollend oder wenigstens neidisch betrachtet – Frauen mit vielen sexuellen Erfahrungen jedoch als Schlampen, Flittchen und sonstiges abstempelt. Und so muss man sich ja nicht wundern, wenn Frauen ihre sexuellen Bedürfnisse nicht gerade im Körbchen vor sich hertragen, sondern meist eher so tun, als ob der Mann derjenige wäre, der sie verführt hätte… obwohl sie doch gar nicht wollte.

Das ist Bullshit!

Es ist ein Spiel – und ich gebe offen zu: Es ist ein blödes Spiel. Aber wenn Du dieses Spiel nicht lernst und immer nur der nette Junge bist, der immer nur brav und lieb ist, dann musst Du Dich nicht wundern, wenn Du auch genau so wahrgenommen und behandelt wirst.

Du bist zu nett – oder doch was ganz anderes?

Also: Wenn Du einer Frau nicht vermitteln kannst, dass Du darauf aus bist, dass sie jede Menge Spaß (und Orgasmen) mit Dir haben kann, dann brauchst Du Dich nicht wundern, dass sie von sich aus kein Interesse daran zeigt, oder?

Vielleicht bist Du ja auch gar nicht zu nett – vielleicht merkt die Frau ja sogar, dass Du einfach nur alles tun würdest, damit sie mal mit Dir schläft. Und davon wird sie erst recht nicht scharf auf Dich!

Willst Du vielleicht, dass sie aus Mitleid mit Dir schläft? Oder weil Du sie beständig belügst?

Der Labrador-Effekt

Auch wenn Du immer und zu allen „zu nett“ bist, kann das nach hinten losgehen – wer immer nett ist, der erinnert ein bisschen an einen Labrador: ein Hund, der dafür bekannt ist, dass er einen Einbrecher eher müde kuscheln würde, als ihn zu stellen. Ein Hund, der einfach zu jedem nett ist (meistens, weil er sich ein Leckerli erhofft) – und wenn Du zu jeder Frau nett bist, welches Signal sendet das?

Eine Frau möchte auch das Gefühl haben, dass es um sie geht – und sie etwas besonderes ist. Wenn Du zu jedem gleich nett bist, dann ist das der Labrador-Effekt: Du wirst nicht ernst genommen.

Bist Du also tatsächlich „zu nett“ oder bist Du nur ein unterwürfiger, bedürftiger Lügner?

Weitere aufschlussreiche Hinweise und Tipps zu diesem Thema findest Du in meinem Video dazu:

 

Hör auf, es Frauen recht machen zu wollen!

Das klappt übrigens sowieso nicht… Wenn Du zu nett bist, dann bist Du nicht attraktiv für die Frauen, die Dir gefallen.

Hör auf „zu nett“ zu sein und sei Du selbst – Du bist gut genug.

Du kannst nett sein – aber sei nett weil Du es willst – nicht weil Du denkst, dass sie es will!

Wenn Du hilfsbereit, freundlich, aufmerksam, charmant oder eben „nett“ bist, dann sei so, weil es für Dich eine Selbstverständlichkeit ist, die nichts mit ihr zu tun hat. Du entscheidest! Du entscheidest, wie sie es verdient hat behandelt zu werden.

Wenn Du „zu nett“ bist, dann willst Du nett zu ihr sein, damit sie Dich mag.

Wenn Du nett bist, weil Du es entschieden hast, dann bist Du nett zu ihr, weil Du sie magst.

Das klingt im ersten Moment nicht nach einem großen Unterschied – ist es aber.

Viele Männer, die zu nett sind, glauben, Sie müssen sich erst mal mit Nettigkeit bei der Frau beliebt machen und wenn sie ganz doll lieb war, dann schläft sie vielleicht auch mit ihm,weil er so lieb war. Das kannst Du komplett vergessen!

Wenn Du eine Frau kennen lernst, dann lass nie einen Zweifel daran, dass es für sie ein Gewinn wäre, mit Dir zu schlafen – aber dass Du ihr vorerst nur Freundschaft anbietest. Auch das klingt jetzt vielleicht erst mal komisch – denn bisher bietest Du ja quasi auch nur Freundschaft an und bekommst dann auch nur Freundschaft.

Versetz Du Dich doch mal in die andere Seite – Du lernst 3 Frauen kennen:

  • Die eine ist total nett aber dabei halt absolut unsexy – sie will nur Freundschaft
  • Die andere will unbedingt mit Dir schlafen – sie macht ständig Andeutungen und signalisiert Dir, dass sie eigentlich gar nicht so sehr an Dir sondern nur an Sex mit Dir interessiert ist
  • Die dritte sagt, dass Sex mit ihr der Hammer sei – aber ihr beiden solltet erst mal Freunde werden

Welche von denen findest Du am interessantesten?

Sexy wird man nicht über Nacht!

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