Ja, Du hast richtig gelesen: Es geht um Empathie. 😉 Empathie ist eine der Schlüsselfähigkeiten, wenn es um Deine Persönlichkeitsentwicklung und damit auch Deine Attraktivität geht.

Warum?

Empathie bedeutet, sich wirklich in andere hineinversetzen zu können und im wahrsten Sinne des Wortes „mitfühlend“ sein zu können.

Viele Menschen behaupten von sich, empathisch zu sein – doch meist endet die Empathie, wenn das Gegenüber nicht ins eigene Beuteschema passt oder schlicht anderer Meinung ist, als man selbst.

Was bringt echte Empathie?

Echte Empathie bedeutet, sich auch in Menschen einfühlen zu können, die anders sind, als man selbst und durch dieses Einfühlungsvermögen tatsächlich auch mal wirklich neue Impulse für die eigene Entwicklung zu kreieren.

Das klingt jetzt vielleicht erst mal etwas theoretisch – doch Du wirst gleich sehen, was ich meine und einen meiner besten Tipps dazu bekommen, wie Du über Dich selbst hinauswachsen kannst und Dich damit außerdem auch noch von einigen Blockaden und selbstgesetzten Grenzen befreien kannst.

Echte Empathie bringt Dir nämlich zum Beispiel auch die Fähigkeit, in vielen Situationen in Deinem Leben gelassener zu bleiben, als Du es jetzt vermutlich bist. Und ich bin sicher, es gibt ein paar Situationen in Deinem Leben, in denen Gelassenheit und echte Souveränität durchaus hilfreich wären, oder?

Empathie hilft Dir außerdem, deutlicher und sicherer zu erkennen, ob jemand Interesse an Dir hat oder welche Aktion oder Reaktion Deinerseits angemessen und hilfreich sein werden.

 

Und was ist das mit der Arschloch-Quote?

Die Arschloch-Quote (kurz: „AQ“) ist meine Methode, Dir zu ermöglichen Dich selbst weiter zu entwickeln und zu wahrer Empathie und Größe zu finden – und zwar mithilfe von Menschen, mit denen Du wahrscheinlich täglich zu tun hast.

Und das funktioniert wie folgt:

Ich gehe davon aus, dass Du täglich mit allen möglichen Menschen zu tun hast, die Du Dir nicht immer aussuchen kannst:

  • Kollegen, Kunden, Vorgesetzte
  • Familienmitglieder
  • Nachbarn
  • Leute, die Dir über den Weg laufen beim Einkaufen, Ausgehen, am Arbeitsweg und so weiter

Einige davon sind ganz nett oder wenigstens „neutral“ – auf ein paar andere könntest Du gut und gerne verzichten, stimmt’s?

Also zum Beispiel: Nervige Kollegen/innen, unfaire Vorgesetzte, bestimmte Familienmitglieder, die Dich den letzen Nerv kosten oder auch Leute, die Du beobachtest und mit dem Kopf schüttelst.

Überschlage mal in Deinem Kopf, wie hoch in einer durchschnittlichen Woche der Anteil dieser Menschen ist.

Das ist Deine AQ!

Die meisten Menschen haben eine AQ von rund 20 % – das scheint offenbar normal zu sein.

Falls Deine AQ deutlich höher ist – bleib dran, ich habe wichtige Infos für Dich! Doch zunächst geht es darum, was wir damit machen:

Manche Menschen sagen mir: „Ja, das stimmt – wenn man diese 15 – 20 % der Leute nicht um sich haben müsste, wäre das Leben deutlich schöner und angenehmer!“

Geht’s Dir vielleicht genau so?

Dann lies und staune:

Was würde wohl passieren, wenn man diese Leute „wegsperrt“?

Ich sage es Dir:

Du würdest weitere Leute finden, die Dir auf die Nerven gehen.

Deine AQ wird nämlich relativ konstant bleiben – weil sie nicht mit „den anderen“ zu tun hat, sondern mit Dir!

Das Geheimnis der AQ

Die AQ „da draußen“ entspricht der AQ „da drinnen“ – in Dir.

Denn ob Du jemanden doof, nervig, unmöglich, blöd oder ähnliches findest, hat sehr viel mehr mit Dir zu tun, als mit der anderen Person. Und hier liegt der Schlüssel zu Deinem persönlichen Wachstum mittels der Empathie.

Wenn Du – wie oben bereits angedeutet – eine sehr viel höhere AQ hast, dann zeigt das unter anderem, dass Deine Toleranz gegenüber anderen Menschen sehr niedrig ist… aber noch viel mehr: Dass Deine innere Einstellung zu Dir selbst und Dein Verhältnis zur Außenwelt nicht passt. Wenn Deine AQ höher ist als 50 % ist es – sorry: schlechte Nachrichten – ziemlich naheliegend, dass Du in Wahrheit das Arschloch bist.

Doch keine Sorge:

Egal wie hoch Deine AQ ist – es gibt einen einfachen und sehr verlässlichen, wirksamen Weg, das zu verändern und es (und das ist das Beste daran!) perfekt für Deine Persönlichkeitsentwicklung zu nutzen!

Jedes vermeintliche Arschloch hat nämlich in Wahrheit ein Geschenk für Dich!

Dieses Geschenk ist das Beste, was Dir passieren kann und es wird Dein Leben verändern, wenn Du diese kleine Übung beherrschst. Alles, was sie erfordert ist ein wenig (mehr) Ehrlichkeit und Empathie mit Dir selbst. Hab den Mut, Dich selbst ehrlich anzuschauen und Du kannst Deine Fähigkeit zur Empathie maßgeblich vergrößern und neue Bereiche Deiner Persönlichkeitsentwicklung ganz einfach erobern!

 

Die AQ-Übung

Wenn Dir mal wieder jemand auf die Nerven geht oder Du Dich über jemanden ärgerst – dann mach ganz einfach diese kleine Übung:

Finde heraus, was genau Dich an der Person ärgert oder was Dich nervt:

Welche Eigenschaft ist es, die Du nervig, ätzend, inakzeptabel oder blöd findest?

Hast Du sie?

Gut, dann gibt es jetzt drei Möglichkeiten – sag Dir nacheinander folgende Sätze mit dieser Eigenschaft und sei dabei wirklich ehrlich zu Dir selbst – Du wirst erstaunt sein:

1.Ich bin auch manchmal…….

Könnte es sein, dass die Eigenschaft, die Du beim anderen ablehnst, auch in Dir ist?

Natürlich hast Du viel bessere Gründe dafür und Du bist ja lange nicht so schlimm. Du bist nur so wenn…. und dann ja auch eigentlich ganz anders. Stimmt’s? Komm, mach Dir nichts vor – der andere zeigt Dir eventuell nur, wie Du manchmal auf andere wirkst – es aber nicht so gerne wahrhaben willst.

Wenn Du ehrlich zu Dir bist und Du in manchen Situationen auch so bist, wie der, der Dich gerade nervt, dann ist es das Zeichen für Dich, dass Du genau so eben nicht auf andere wirken willst. Zum Beispiel rechthaberisch, aufdringlich, besserwisserisch… Der Nervtöter ist der Engel, der Dir zeigt: „Schau, so sieht das aus, wenn Du so bist – und so willst Du nicht wirken…“

Dieser Spiegel wird Dir helfen, in Zukunft besonnener und besser zu handeln, als Du es bisher vielleicht getan hast – und das führt nicht nur zu mehr Empathie mit Deinem Gegenüber, sondern auch mit Dir selbst.

Das ist es nicht? Bestimmt nicht? Du bist ganz bestimmt nie so – auch nicht ein bisschen und in keiner Hinsicht?

Prima, dann wird es jetzt spannend mit den beiden anderen Möglichkeiten:

2. Ich wäre auch gerne…

Ist das Verhalten, das Dich ärgert vielleicht etwas, dass Du Dich nicht traust?

Da ist diese Kollegin, die immer die Klappe aufreisst und sich produziert – obwohl Du eigentlich viel qualifizierter bist? Was hat sie, was Du nicht hast? Sie ist vielleicht weniger gut – aber dafür ist sie mutig und kann sich zeigen, wenn es drauf ankommt. Mal ehrlich: Bist Du vielleicht einfach neidisch, weil sie sich etwas traut, dass Du trotz allem Wissen um Deine vermeintliche Genialität nicht hinbekommst? Sie ist ein wundervolles Vorbild für Dich: Was die kann, kannst Du doch schon lange!

Vielleicht ist es genau das: Der/die andere tut etwas, dass Du Dich nicht traust – und hat dann auch noch Erfolg damit, die Sau!

Oder es ist etwas, dass Du glatt tun würdest, wenn Du nicht Angst hättest, erwischt zu werden, abgelehnt zu werden, komisch angeschaut zu werden… tja… was willst Du jetzt tun?

Dich weiterhin über die/den anderen ärgern, oder endlich Deinen eigenen Hintern bewegen?

Oder ist es:

3. Es wäre gut für mich, wenn ich…..

Diese Variante hat extrem viel Potential, denn oft sind es diese Eigenschaften, die wir an anderen (und natürlich an uns selbst) so rigoros ablehnen, die aber letztlich der Schlüssel zu dem sind, was wir uns wünschen!

Wie oft habe ich das schon gehört:

Der Kollege, der jeder weiblichen Kollegin Komplimente macht – und die auch noch darauf hereinfallen und mit ihm flirten – vorgetragen von einem männlichen Seminarteilnehmer, der sich seit Jahren vergeblich eine Partnerin wünschte und selbst den Charme eines Hackklotzes hatte…

Die Freundin, die sich viel zu sehr „aufrüscht“ und stylt und dann alle möglichen Männer anlacht und dann auch noch angesprochen wird – vorgetragen von einer weiblichen Seminarteilnehmerin, die bisher nur peinlich berührt daneben stand und sich schämte, wenn sie einen Mann toll fand. 

Sehr häufig hatten die vermeintlich ablehnenswerten Eigenschaften etwas mit der Vergangenheit der Teilnehmer zu tun: Etwa, weil der Vater des männlichen Teilnehmers die Mutter betrogen hatte, die Mutter der weiblichen Teilnehmerin ihr stets predigte bescheiden zu sein und dass man sich nicht wie eine Schlampe verhalten dürfe… Wir wollen mit diesen Eigenschaften und den Menschen keine Empathie aufbauen, weil wir glauben (oder gelernt haben), dass es etwas Schlechtes ist. Aber stimmt das wirklich?

Es wäre gut für mich?

Immer wieder erlebe ich zum Beispiel, dass männliche Teilnehmer große Schwierigkeiten mit dem Thema „Männlichkeit“ haben, weil sie Männlichkeit mit Dominanz, Aggression und damit direkt mit Gewalt und Machtmissbrauch in Verbindung bringen. Dies gilt besonders, wenn sie einen Vater hatten, der eben genau jene Eigenschaften im Übermaß an den Tag legte und damit sich selbst und/oder anderen schadete.

So lehnen sie jede Form von Dominanz und Aggression sowie „Männlichkeit“ als solche ab – und landen oft in einer weichgespülten Version eines Neutrums. Viele dieser Männer landen bei Frauen allenfalls in der Friendzone oder versuchen „nette Kerle“ zu sein, obwohl sie in Wahrheit eigentlich alles andere als nett sind, weil hinter ihrem Verhalten oft Kalkül steckt… oder ihre unterdrückten Aggressionen sich in Autoaggression verwandeln und z.B. unter anderem zu Depressionen führen.

Oft sind es genau die Eigenschaften, die wir ablehnen, die uns meisten weiterbringen könnten. Und genau da beginnt Empathie in ihrer hilfreichsten Form!

Es muss ja nicht immer gleich die „übertriebene“ Form dieser Eigenschaft sein…

Wenn es bei Dir genau dieser Punkt ist, dann schau doch einfach mal, was eine „abgeschwächte Version“ dieser Eigenschaft sein könnte:

Der Kollege, der „jedem Rock nachläuft“ oder die Freundin, die „mit jedem rummacht“, sind vielleicht einfach sehr kontaktfreudig. Du musst ja nicht gleich soooooo kontaktfreudig sein – aber wären 10 % ihrer Kontaktfähigkeit nicht wirklich sehr hilfreich, um mehr Leute kennen zu lernen?

Was würde es mit Dir machen, wenn Du öfter mal nur ein kleines bisschen so wärst, wie das vermeintliche Arschloch, das Du da gerade abstempelst?

Mit diesen drei Möglichkeiten

  • Ich bin auch manchmal…
  • Ich wäre eigentlich auch gerne…
  • Es wäre gut für mich, wenn ich manchmal ein bisschen …. wäre.

hast Du vermutlich die meisten vermeintlichen Arschlöcher in Deiner Umgebung abgedeckt und sie zu hilfreichen Spiegeln umgedeutet, die Dir zeigen, wo Du noch wachsen und Dich entwickeln kannst.

Wenn Du diese Übung einige Wochen gemacht hast, wirst Du feststellen, dass sie ganz normal wird und Du beginnst ganz automatisch so zu denken. Du wirst Dich deutlich seltener ärgern – und auch immer kürzer: Du wirst die drei Sätze im Kopf durchprobieren und einen finden, der passt und Du wirst vielleicht einen Moment zerknirscht sein… aber dann kannst Du Dich freuen und Dir selbst sagen: „Stimmt, da kann ich besser werden!“ und los geht’s!

Die Ausnahme – und doch wieder nicht…

Ich habe festgestellt, dass es für diese Technik eine Ausnahme gibt: Manchmal begegnen wir Menschen, bei denen keine dieser drei Regeln zu stimmen scheint, weil es Menschen sind, die ganz „allgemeine Regeln“ verletzen.

Wenn zum Beispiel jemand in der U-Bahn Döner ist, dann merke ich für mich: Ich mache das niemals, ich will das nicht machen und es wäre auch nicht gut für mich. Da ist Empathie extrem schwierig für mich…

Dann sage ich zu mir selbst: „Nina, Du bist nicht Gott.“

Nicht dass ich besonders religiös wäre – aber ich bediene mich einfach einer Metapher: Nur Gott dürfte die Regeln für alle Menschen machen. Und ich bin nicht Gott. Deshalb kann ich zwar doof oder schrecklich finden, was jemand anders tut – aber es sind eben nur meine Regeln, die der andere verletzt – und meine Regeln sind halt so, wie ich die Welt gemacht hätte, wenn ich Gott wäre – ich bin aber nicht Gott.

Obwohl… denn:

Die Wirkung die es hat, wenn ich mir das selbst klar mache ist: Ich muss schmunzeln. Und wenn ich schmunzeln muss, ist der Moment schon wieder nur halb so schlimm, denn:

Wenn Du etwas denkst, dann hast Du zu diesem Gedanken die entsprechenden Gefühle und diese Gefühle finden in Deinem Körper statt.

Mit anderen Worten: Wenn Du schlecht über andere denkst, geht es Dir schlecht, nicht den anderen!

Insofern bist Du „Gott“ in Deiner eigenen Welt, denn Du kannst bestimmen, was Du denken willst und wie Du Dich dann dementsprechend fühlst. Du kannst bestimmen, wen Du verurteilst und worauf Du Dich fokussierst.

Du wärst doch schön blöd, blödes Zeug über andere zu denken und Dich selbst dann schlecht zu fühlen…

Vielleicht bist Du auf dieser Seite gelandet, weil Du gerne mehr Erfolg beim anderen Geschlecht haben möchtest: Bessere Dates, schönere Flirts, mehr Sex, endlich eine liebevolle Beziehung… kannst Du Dir vorstellen, wie es hilfreich für Dich sein kann, mit Hilfe der AQ-Übung mehr Empathie und innere Stärke zu gewinnen?

Du wirst überrascht sein, welchen Einfluss diese Art zu denken auf Deine Attraktivität hat… und ganz nebenbei auf Deine gute Laune. Und die ist bekanntlich ganz hilfreich, wenn man jemanden kennen lernen möchte.

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