Verliebt zu sein ist eines der wohl schönsten Gefühle, die ein Mensch haben kann.

Jeder, der schon einmal glücklich verliebt war, weiß, wieviel Energie dieser nahezu rauschhafte Zustand freisetzen kann und wie hell die Sonne scheint, wenn man die rosarote Brille der Verliebtheit trägt.

Ein Flirt, das ist – wenn es ein echter Flirt ist – so etwas wie ein kleiner Appetithappen, ein Hauch dieses guten Gefühls:

Ebenso wie die Verliebtheit erzeugt ein Flirt bei vielen Herzklopfen und unergründlich gute Laune, wenn er gelingt. Und das noch oft gepaart mit einem leichten „Schwebegefühl“: Nach einem gelungenen Flirt ist das Lächeln breiter und der Tag leichter. Eben fast so, wie beim Verliebt sein.

Und das Ganze hat dann auch noch so eine Art „Domino-Effekt“: Ist man erst einmal in diesem Zustand, wirkt man direkt um so vieles attraktiver, dass der nächste Flirt nicht lange auf sich warten lässt.

Zumindest sollte es so sein – doch allzu oft steht der Flirtwillige eher vor unlösbaren Rätseln, großen Hindernissen oder wird geplagt von Selbstzweifeln und Misstrauen: Wenn das nötige Know-how fehlt, wird das Flirten eher zu Mühsal statt zu Vergnügen.

So stellt sich die Frage:

Kann man Flirten erklären und noch wichtiger:  Kann man flirten lernen?

Eine Frage, mit der ich mich seit vielen Jahren beschäftige, denn der Flirt ist ein wichtiger Bestandteil meines Arbeitsgebietes als Coach und Trainerin. 2002 entschied ich mich für eine Spezialisierung auf einen Bereich, der mir von allen am wichtigsten erschien:

Liebe, Flirten, Verliebt sein – und alles, was damit zu tun hat.

Immer wieder werde ich in der Presse oder sogar von Freunden als „Flirtexpertin“ bezeichnet oder vorgestellt. In den Köpfen der Menschen entstehen dann Bilder, die – so habe ich durch Nachfrage ab und zu erfahren – meist nur wenig mit der Realität zu tun haben.

Dass Verliebt sein etwas ist, dass sich steuern ließe und dass man es zur Persönlichkeitsentwicklung nutzen könnte, erscheint vielen Menschen, die sich noch nicht „wissenschaftlich“ mit dem Verliebt sein beschäftigt haben, weit her geholt.

Auch was Flirten eigentlich ist und wie man es lernen könnte, darüber sind die Vorstellungen recht unterschiedlich und manchmal weit von dem entfernt, was tatsächlich damit gemeint ist oder was ich darunter verstehe.

Ich muss allerdings zugeben:

Als ich begann, mich als Coach mit dem Thema Flirt, Dating und Verliebt sein auseinanderzusetzen, musste ich auch erst mal eine Weile darüber nachdenken, was zum Beispiel ein Flirt genau ist und was er dem Flirter bestenfalls bringen sollte. Was der Unterschied zwischen einem Flirt und einer plumpen Anmache oder einem netten Kontakt ist. Und was ich Menschen beibringen kann, damit ihnen das Flirten und verliebt sein zukünftig leichter fällt.

Wie geht es Dir damit?
Was bedeutet ein Flirt für Dich?
Und warum lohnt es sich zu flirten?
Was glaubst Du, fehlt Dir dazu?

Flirten & Verlieben - das Buch mit DVD von Flirtcoach Nina Deißler

So beginnt mein Buch “Flirten & Verlieben“, das im Buchhandel erhältlich ist.

Ich habe inzwischen festgestellt, dass eine der wichtigsten Grundlagen zum Flirten die Fähigkeit zum Kontakt ist – das klingt vielleicht im ersten Moment sehr banal – aber denke einen Moment darüber nach:

Wie oft bist Du mit Menschen in Deinem Leben wirklich in Kontakt?

 

  • Schaust Du einer Kassiererin in die Augen, wenn sie Dich ansieht?
  • Fragst Du jemanden, wie es ihm geht – obwohl Du nichts davon hast –
  • und: Willst Du es tatsächlich wissen?

Dies sind nur zwei, drei kleine Beispiele von vielen und oft genug müssen wir bemerken, dass wir andere Menschen im Alltag nicht als Menschen sehen – sondern als „Futterautomaten“, Erfüllungsgehilfen, Transportmittel oder Hindernisse.

Von dieser Wahrnehmung aus zu einem Flirt oder gar zum Verliebt sein zu kommen ist sehr schwer, denn wir sehen immer nur unsere eigenen Bedürfnisse und die Angst, dass uns ihre Erfüllung verweigert wird.

Wirklich in Kontakt zu sein, das haben wir oft verlernt oder wir sind zu bequem.

Doch diese Bequemlichkeit ist ein Trugschluss, denn wir alle brauchen diesen Kontakt. Wir brauchen zwischenmenschlichen Kontakt für unser Wohlgefühl und eine „gesunde“ Selbstwahrnehmung. Dies wäre der erste Schritt, flirten zu lernen.

Flirten und Verliebt sein ist nicht ein und dasselbe – aber wer Flirten nicht mehr als “Mittel zum Zweck” versteht, sondern als eine Art zu Leben und mit seiner Umwelt umzugehen, der wird eine anziehende Ausstrahlung entwickeln, die dazu führt, dass er/sie leicht Menschen kennen lernt, attraktiver wirkt und sich auch so fühlt und damit die besten Chancen hat, auch bald verliebt sein zu können.

Flirten lernen – geht das überhaupt?

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Neu: Der Nina Deißler Podcast

In meinem Podcast geht es um die Themen, die mich bewegen: Flirt, Dating, Partnerschaft, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Männer, Frauen, 6 und Liebe.

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