Die ewige Frage zwischen Männern und Frauen: Wer macht den ersten Schritt – und vor allem wie?

Eine Forsa-Umfrage unter 1003 Frauen und 1002 Männern zwischen 18 und 49 hat jetzt ergeben, dass rund 72 % der Männer sich wünschen, von einer Frau direkt angesprochen zu werden.

Dummerweise ist dieser Wunsch zwar für mich als Flirtcoach durchaus verständlich – er hat jedoch für Männer diverse „Fallstricke“ parat:

Die Umfrage ergab außerdem, dass sich tatsächlich nur circa 39 % der Frauen überhaupt trauen, einen Mann anzusprechen. Und nur 63 % der Frauen sind überhaupt mutig genug „irgendeinen“ ersten Schritt zu wagen, wenn Sie einen Mann kennen lernen wollen.

Schlechte Nachrichten also für die Männer – und es wird nicht besser:

Die Praxis zeigt, dass es für Frauen häufig sehr nachteilig ist, einen Mann anzusprechen, denn tatsächlich sehen viele Männer eine Frau, die es ihnen besonders leicht gemacht hat, dann nicht als „begehrenswert“ an… Die Frau wird zwar als sympathisch, als mutig und selbstbewusst, nett und aufgeschlossen wahrgenommen – aber in den allermeisten Fällen eben nicht als potentielle Partnerin.

Unsere tiefsitzenden „Instinkte“ haben eben leider offenbar immer noch „Modernisierungsbedarf“.

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Von den 1002 Männern sagten nämlich 40 % sie, die Männer, sollten den ersten Schritt bei der Kontaktaufnahme machen.

Rechnen wir zusammen (72 % die angesprochen werden wollen + 40 % die den ersten Schritt machen sollen = ???), so ergibt sich eine kleine Ungereimtheit: Ganz offenbar glaubt ein Teil der Männer die gerne direkt angesprochen werden möchten auch, dass doch sie diejenigen sein sollten, die das initiieren…

Also wie jetzt? Wer macht den ersten Schritt denn wirklich?

Für mich als Flirtcoach mit 15 Jahren Erfahrung ein echter Schmunzler – sprechen doch viele Männer oft von „Frauenlogik“, wenn sich Dinge eigentlich gegenseitig ausschließen… Aber liebe Männer, ich kann Euch verstehen:

Es zeigt sich durchaus: Viele Frauen trauen sich zu wenig

Doch leider liegt genau hier das Missverständnis und gleichzeitig die Chance… wenn Du als Frau eine einfach Wahrheit erkennst:

Den ersten Schritt zu tun, das war in Wahrheit schon immer „Frauensache“:

Frauen waren schon immer sehr misstrauisch und sehr wählerisch, welchen Mann sie „an sich heranlassen“. Zu Recht: Die Gefahr, vergewaltigt, vom „Falschen“ geschwängert oder zu Tode gelangweilt zu werden sind ebenso vorhanden, wie nach wie vor die Gefahr der gesellschaftlichen Ächtung als „Schlampe“, wenn eine der Kontakt zu Männern „zu viel Spaß macht“.

Im Gegenzug dazu ist die größte Angst des Mannes die Ablehnung:

Männer blamieren sich nicht gerne. Ein Mann will einigermaßen sicher sein, dass sein Mut belohnt wird, wenn er auf eine Frau zugeht. Die meisten Männer warten daher auf ein Signal der Frau wie z.B. einen Blickkontakt, ein erwidertes Lächeln oder irgendein anderes – für ihn erkennbares – Zeichen, um zu wissen, dass es sich „lohnt“ einen Flirtversuch zu wagen.

Doch genau da wird es kompliziert:

Nur 20 % aller Frauen signalisieren „öfter“ oder „meistens“ ihre Flirtbereitschaft, gerade mal 43 % tun es „ab und zu“ (also fast nie) und 29 % geben sogar an, nie den ersten Schritt zu tun.

Mit anderen Worten: Bei 72 % der Frauen ist Flirtbereitschaft für die meisten Männer kaum bis gar nicht zu erkennen.

Das passt dann ja ganz gut zu den 72 % der Männer, die sich wünschen würden, die Frauen würden auf sie zukommen…

Denn wer auf ein Signal wartet und keines bekommt, der kann schon mal etwas ungeduldig werden – und wünscht sich, die Frauen wären etwas weniger „subtil“…

Allerdings:

Jammern nutzt nix!

In meinen Flirtkursen  – allen voran „KOMM IN KONTAKT (die ganz anders sind, als Du vermutlich glaubst) stelle ich regelmäßig fest, dass der Blickkontakt, den wir Frauen „anbieten“, meist viel zu kurz ist, um von einem Mann registriert und verstanden zu werden.

Jetzt könnte man sich als Mann natürlich schön zurücklehnen und sagen:

Ist doch nicht meine Schuld, wenn die Frauen so kurz schauen oder so unscheinbar lächeln, dass ich das nicht verstehen kann – die müssen halt lernen, wie sie mir deutlicher zeigen, dass ich mich trauen soll.

Nur leider lernst Du als Mann mit dieser Einstellung nie Deine Traumfrau kennen!

Es ist eigentlich ganz einfach, eine Frau zu einem „erkennbaren“ Signal zu animieren. Und es ist tatsächlich auch nicht so schwer, die subtilen Signale einer Frau zu erkennen und richtig einzuordnen  – wenn man weiß wie es geht ist es eine Kleinigkeit, die jeder lernen kann.

Und auch für die Frauen ist es gar nicht so schwer, wenn sie sich klar machen, dass niemand sie direkt überrennt oder für billig hält, nur weil sie sich mal anmerken lassen, wenn sie einen Mann interessant finden.

Im Gegenteil:

Das Syndrom „Ich werde immer nur von Vollidioten angesprochen“ entsteht ja ohnehin nur dann, wenn eine Frau grundsätzlich niemandem – keinem Mann – ein Signal gibt. Denn dann wird sie von den guten, respektvollen – aber eben vielleicht zu vorsichtigen – Männern nicht angesprochen… von denen allerdings, die aber eh jede Frau ansprechen dann schon. Und das sind meistens die, denen es nur um den kurzfristige Erfolg geht…

Natürlich fühlt sich das vielleicht erst mal seltsam an. Wie alles, was neu ist.

Genau aus diesem Grund gebe ich keinen separaten Flirtkurs für Frauen oder Flirtkurse für Männer:

Ich finde, wenn jemand gerne besser und erfolgreicher flirten lernen möchte, dann sollte er sich mit Menschen austauschen und mit ihnen üben, die zur „Zielgruppe“ gehören… und das ist ein Riesenspaß!

Wer macht den ersten Schritt?

Ich – ich lade Dich ein zu meinem Training.

Jetzt kommst Du… was wirst Du tun?

Flirten lernen – geht das überhaupt?

Hier zu den Terminen von „KOMM IN KONTAKT“

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Neu: Der Nina Deißler Podcast

In meinem Podcast geht es um die Themen, die mich bewegen: Flirt, Dating, Partnerschaft, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Männer, Frauen, 6 und Liebe.

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