Ich bin ein Schokoladenkuchen.

Wir Frauen machen uns viel zu viele Gedanken. Sagen die Männer.

Und sie haben Recht: Wir denken manchmal sogar darüber nach, was er denkt, was wir denken könnten.

Wir machen uns Gedanken über unsere Figur, unsere Haare, unser Gesicht, unser Gewicht, über unsere Kleidung und die von anderen und ungefähr eine Million andere Dinge, die letztlich eigentlich völlig unwichtig sind… und schlimmer noch: Unsere Attraktivität mindern!

Doch was genau ist das eigentlich – Attraktivität?

Was ist attraktiv und wie wird man attraktiv?

Gutes Aussehen und Attraktivität ist nicht dasselbe!

Natürlich gibt es Menschen, die den sogenannten „gängigen Schönheitsidealen“ entsprechen – aber auch die sind nicht automatisch attraktiv. Und da gibt es auch wieder welche, die gar nicht „hübsch“ sind – aber dennoch anziehend wirken.

Denn genau das ist es, was „Attraktivität“ bedeutet:

Attraktiv zu sein, bedeutet anziehend zu sein.

Anziehend sind wir immer dann, wenn wir auf irgend eine Art interessant sind für andere oder wenn andere sich in unserer Nähe besonders wohlfühlen.

Wenn eine Frau sehr schön ist, aber dabei sehr arrogant wirkt – dann wird sie nur auf Männer attraktiv wirken, die das als Herausforderung sehen – meist ist dann allerdings auch der „sportliche Erfolg“ für den Mann wichtiger, als die Frau selbst.

Wenn jemand ständig an sich selbst herummäkelt und mit sich unzufrieden ist, wenn man „seiner Zielgruppe“ gegenüber misstrauisch oder ablehnend ist, kann man so schön sein wie man will: Es nutzt gar nichts.

Wer will sich denn freiwillig Gejammer und Selbstkritik anhören?
Wer will jemanden kennen lernen, der signalisiert: „Ich mag Dich nicht.“

Natürlich sind wir alle nicht makellos – nur Photoshop kann das 😉

Unsere wahre Attraktivität steigt nicht mit der „Beseitigung von Mängeln“, sondern mit unserer Zufriedenheit mit uns selbst – ohne dass wir dabei aufhören, das Beste aus uns zu machen. Doch „das Beste aus sich machen“ heisst nicht, zu versuchen anders zu sein. Es heisst nicht, Diät zu leben, um ein bestimmtes Gewicht zu erreichen oder 500 Euro teure Schuhe zu brauchen.

Viel wichtiger als das Gesicht das Du hast, ist das Gesicht, das Du machst!

Was mir dazu immer wieder einfällt, ist die Geschichte vom Schokoladenkuchen, die ich immer mal wieder bei meinen Seminaren erzähle und auch in meinem Buch „Flirten“ (der meistverkaufte deutsche Flirtratgeber) beschreibe:

Attraktivität ist wie Schokoladenkuchen

Stell Dir vor, Du bist ein Schokoladenkuchen.

Da stehst Du nun auf dem Buffet und um Dich herum stehen viele andere Kuchen: Erdbeerkuchen, Linzer Torte, vielleicht auch Frankfurter Kranz und alles andere.

Menschen kommen ans Kuchenbuffet und schauen, was es gibt.

Du hoffst, dass Dich jemand mag und zugreift – schließlich bist Du nicht irgendein Kuchen, sondern Schokoladenkuchen!

Man fängt an, sich zu bedienen.
Der Erste kommt und nimmt sich… Erdbeerkuchen.
Der Zweite kommt und nimmt sich… Erdbeerkuchen.
Der Dritte nimmt sich… Linzertorte.
Der Vierte nimmt sich… Streuselkuchen.
Der Fünfte schaut, und nimmt sich jaja… schon wieder: Erdbeerkuchen!
Und da geht sogar einer an den Frankfurter Kranz!

Keiner hat Schokoladenkuchen genommen.

Du wirst traurig.

Du fragst Dich, was nicht stimmt mit Dir.

Du überlegst, ob Du vielleicht ein paar Erdbeeren brauchst, damit man Dich gut findet oder ob Du zu schwer bist oder zu dunkel. Ob was nicht in Ordnung ist. Was falsch mit Dir sein könnte.

Du fragst Dich, ob es vielleicht heute einfach keine Esser mehr für Schokoladenkuchen gibt…

Du findest die anderen Buffet-Gäste alle blöd und Du fängt an, die anderen Kuchen zu hassen…

Doch dann kommt einer, schaut über das Buffet und sagt “Oh – Schokoladenkuchen! Mein Lieblingskuchen!”, und er nimmt sich ein groooooooßes Stück, freut sich und genießt.

Und? Was ist passiert?

Warst Du vielleicht vorher nicht in Ordnung?
Warst Du vorher nicht genießbar?
Hat irgendwas mit Dir nicht gestimmt?

Quatsch!

Die anderen vorher mochten einfach lieber andere Kuchen – zum Beispiel Erdbeerkuchen.

Und wer Erdbeerkuchen will, der soll Erdbeerkuchen haben.

Wäre doch eintönig, wenn alle immer nur Schokoladenkuchen wollen würden, oder?

Wer Schokoladenkuchen mag, der wird sich freuen wie verrückt, wenn er Schokoladenkuchen bekommt!

Und weißt Du was?

Wenn Du Schokoladenkuchen bist, dann sei mit Leib und Seele und aus voller Überzeugung Schokoladenkuchen:

Dunkel und Saftig und mit der allerbesten Schokolade, so dass jeder sofort sehen kann: WOW! Das ist aber mal ein richtig schokoladiger Schokoladenkuchen, der sieht ja mal echt lecker aus!

Versteck Dich nicht und entschuldige Dich nicht dafür, dass Du Schokoladenkuchen bist!

Sei nicht traurig, weil Du keine Erdbeeren hast – Du hast Schokolade!

Also strahle mit Deinen „Zutaten“ und der einzigartigen Rezeptur, die Du bist!

Denn wenn Du so ein Schokoladenkuchen bist, dann kommt vielleicht auch so mancher Erdbeerkuchen-Fan auf den Gedanken:

“Mh, eigentlich bin ich ja ein Erdbeerkuchen-Typ, aber dieser Schokoladenkuchen, der sieht ja derartig lecker aus, da bekomm ich richtig Lust drauf!”

Und vor allem: Tu nicht so als wärst Du was anderes! Tu nicht so, als wärst Du ein total unkomplizierter, langweiliger Streuselkuchen! Das ist nicht attraktiv – und Deine „Zielgruppe“ merkt es früher oder später doch sowie – und dann schmeckt’s ihnen nicht!

Deine Zielgruppe: Das sind Leute, die auf Schokoladenkuchen stehen!

Also: Zeig Dich!

Tu nicht so, als wärst Du eine total selbstbewusste Buttercremetorte – wenn drinnen nur ganz zarte Sahne mit ein bisschen Himbeeren steckt – das sieht doch von außen keiner!

So – bevor ich mich in Kuchenmetaphern verliere – ich hoffe, Du hast es verstanden:

Es geht nicht darum, für alle oder für jeden oder für die meisten „gut genug“ zu sein, sondern für den Menschen, der wirklich zu Dir passt – und dafür solltest Du Du sein – und zwar mit guter Laune und einem breiten Lächeln!

Und wie Du so ein Schokoladenkuchen werden kannst (oder jeder andere Kuchen, der Du bist) – das zeige ich in meinen Seminaren – hier lang >>>>

Übrigens: Leider weiß ich nicht mehr, wer es war – aber immer noch ein großes Dankeschön an den Mann in einem meiner Trainings, der am Ende dieser Geschichte aufsprang und rief: “Ich bin Donauwelle!!!” Jedes mal, wenn ich diese Geschichte erzähle, muss ich daran denken und lachen. Danke, dass Du mein Leben damit bereichert hast!

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