Wenn Du Selbstbewusstsein aufbauen und Schüchternheit überwinden willst, dann gibt es eine, sehr wichtige Sache, die Du verstehen musst:

Dein Gehirn macht, was Du ihm befiehlst:

Wenn Du Dich z.B. oft schlecht, schuldig, klein oder ängstlich fühlst in Situationen, wo Du eigentlich handeln solltest. Wenn Du Versagensängste oder Selbstzweifel hast, dazu tendierst, Gedankenkarussell zu fahren – anstatt zu handeln und feststeckst – mit andern Worten: Wenn Du schüchtern oder wenig selbstbewusst bist, dann musst Du wissen:

Dein Unterbewusstsein macht immer genau das, was Du ihm sagst, was es tun soll

Vielleicht möchtest Du mir  widersprechen: „Nina, ich sage meinem Verstand bestimmt nicht, dass er zweifeln oder schüchtern sein soll!“ oder: „Nee, Nina! Ich habe meinem Verstand bestimmt nie befohlen, dass er mir schlechte Gefühle machen soll!“

Mhm… lies doch mal weiter und entscheide dann:

Wir werden geboren mit einer „Festplatte“ auf der die „Basisprogramm“ sind: Essen/trinken, ausscheiden, schreien, schlafen… sehr viel mehr ist noch nicht drauf. So wie bei einem iPod, wenn er ausgeliefert wird. (Danke für den Vergleich, Bruce Lipton!) Und zu diesem Zeitpunkt haben wir tatsächlich noch kein „Selbstbewusstsein“.

Wir kommen also auf diesen Planeten ohne echtes Selbstbewusstsein und unser Gehirn hat diesen einen Job:

Sicherstellen, dass wir ein langes Leben führen.

Die einzige Art, wie Dein Geist sicherstellen kann, dass Du ein langes Leben lebst, ist, immer drauf zu achten, was Dich verletzen oder schmerzen könnte – und das zu vermeiden:

  • Du isst es und es macht dich krank oder schmeckt widerlich: Du wirst es nie wieder in Deinen Mund stecken.
  • Du berührst etwas, das dich verbrennt oder schmerzt – und dann bist du vorsichtiger.
  • Du tust etwas und andere kritisieren oder bestrafen Dich dafür: Du tust es nie wieder.

Also ist unser Gehirn darauf angewiesen herauszufinden, was für seinen Besitzer gefährlich sein könnte und dafür zu sorgen, dass er das für den Rest seines Lebens um jeden Preis meidet. Und das ist „Selbstbewusstsein aufbauen“ – sich bewusst darüber zu werden, was gefährlich ist und was nicht.

Ist das wirklich Selbstbewusstsein?

Dein „Selbstbewusstsein“ wird geprägt von Erlebnissen, die Dir sehr früh passieren und die fatale Auswirkungen auf Dich hatten. Es ist also, wenn Du z.B. Ängste und Blockaden hast, durchaus „Selbstbewusstsein“ da – aber eben auf der Basis von veralteten Informationen:

Denn wenn Du Deinem Gehirn Anweisungen gibst – „Ich werde das nie wieder essen, solange ich lebe.“ oder „Ich werde das nie wieder tun“ – ist es der Job Deines Gehirn, Dich davon wegzubewegen. Und zwar Dein ganzes Leben lang!

Deshalb gibt es z.B. Leute, die sagen:

„Als ich zwei Jahre alt war, hat mich ein Hund gebissen. Ich bin heute 52 – ich habe Angst vor Hunden.“ oder „Ich wurde als Kind von meiner Muttergezwungen, diese widerliche Leber zu essen, und bis heute kann ich keine Leber mehr sehen.“

Und das hat sehr weitreichende Auswirkungen in Deinem Unbewussten:

Und was denkst Du passiert, wenn Du zur Arbeit fährst und Dir Dinge sagst wie: „Diese Pendelei bringt mich um. Dieser Verkehr ist ein Albtraum. Mein Chef stresst mich. Ich geh kaputt unter diesem Druck.“?

Verstehst Du? Der einzige Weg, wie dein Geist Dich vom Schmerz wegbringen kann, ist herauszufinden, was Schmerz ist. Und dazu hört er einfach auf Deine Sprache. Weil die Wörter, die Du verwendest, Deinem Verstand sagen, was los ist.

Also, wenn Du zur Arbeit fährst und Gedanken hast, wie: „Dieser Verkehr ist die Hölle. Das ist ein Albtraum, und ich werde zu spät kommen. Mein Chef wird mich umbringen. Dieser Klient ist die Hölle und dieser Papierkram macht mich fertig!“

Dann hört Dein Unterbewusstsein zu und sagt: „Was? Hölle, Albtraum, Folter. Deine Arbeit bringt dich um? Es macht dich wahnsinnig? Oh, nein, nein, nein, nein, nein. Meine Arbeit ist, Dich am Leben zu halten, indem Du Dich von den Schmerzen entfernst… Und diese Arbeit scheint sehr schmerzhaft zu sein, weil du ständig über Hölle und Albtraum sprichst und gestresst bist von diesem Job. Was kann ich nur tun? Wie kann ich Dich davor bewahren? Ich denke, es gibt eine Lösung: Ich werde dich einfach krank machen – dann musst Du da nicht mehr hin!“

Das klingt vielleicht weit hergeholt. Aber wer hat das hier gemacht? Wer hier hat gesagt, „Ich bin so gestresst. Was würde ich geben dafür, eine Woche nur im Bett herumliegen zu können?“

Das ist wirklich wichtig für Dich wenn Du ein anderes Selbstbewusstsein aufbauen möchtest:

Dein Unterbewusstsein hört Dir zu: Willst Du eine Woche im Bett liegen können? „Oh, das kann ich für dich tun.“ Nächste Woche wachst du mit Grippe auf, und dein Geist so zu Dir: „Siehst du, wie cool ich bin? Du hast mir gesagt, du wolltest diese Woche im Bett rumliegen und nichts tun. Jetzt habe ich dir die Woche im Bett gegeben – herumliegen und nichts tun. Und diese Grippe ist so ekelhaft, dass niemand in deine Nähe kommt!“

Aber das ist nicht das, was Du wirklich wolltest, oder?

Vielleicht bemerkst Du gerade: wir machen das die ganze Zeit. Manchmal sagen wir: „Warum habe ich mich freiwillig für diese Aufgabe gemeldet?“ Oder: „Oh Gott, ich muss zu diesem Vorstellungsgespräch… aber ich trau mich nicht. Ich würde alles geben, um nicht gehen zu müssen.“

Dein Geist – Dein „Unterbewusstsein – sagt wieder: „Überlass das nur mir.“ Dann wachst Du mit einer Migräne oder einer Magenverstimmung auf, so schlimm, dass du nicht einmal das Haus verlassen kannst. Und Dein Verstand so: „Ich habe genau das getan, was du mir gesagt hast, dass du es tun wolltest.“

Selbstbewusstsein aufbauen heißt also letztlich in erster Linie, dass Du Dir bewusst wirst darüber, wie Dein Selbst funktioniert und dass Du selbstbewusst mit Dir sprichst.

 

Wir haben das alle schon erlebt:

Ich hatte mal eine Lebenssituation, wo ich Angst hatte, dass ich das nicht „tragen“ können werde, was da auf mich zukommt. Zack: Am entscheidenden Tag hatte ich den ersten (und einzigen) (und schlimmsten) Hexenschuss meines Lebens! Ich konnte gar nichts tragen – weder mental noch körperlich!

Du musst Dir also sehr klar darüber sein, was Du sagst:

Es sind nicht nur diese wirklich bildlich starken Worte wie „Hölle, Folter, Albtraum. Das bringt mich um. Ich sterbe. Es lässt mich sterben.“ Selbst wenn Du sagst: „Ich muss das ganze Wochenende Papierkram erledigen. Oh man, es ist so langweilig – das nervt echt total.“ Dein Geist denkt: „Warum bringe ich dich nicht dazu, zu zögern?“ Weil er auf das hört, was Du sagst.

Und glaube mir, Dein Gehirn kümmert sich nicht darum, ob das was Du sagst, richtig oder falsch, gut oder schlecht, gesund oder ungesund ist: Dein Unterbewusstsein glaubt Dir alles und beschützt Dich.

Es ist wie ein Bodyguard – ein Soldat, der einfach nur Befehle befolgt und tut, was man ihm sagt. Es ist nicht sein Job, die Situation „realistisch einzuschätzen“ – es ist sein Job, Dich vor allem zu schützen, was Du als gefährlich, unangenehm, eklig, schwierig oder lästig bewertest. Es ist nicht sein Job, Dir zu sagen, dass Deine Bewertung nicht gut für Dich ist…

Vielleicht denkst Du jetzt: „Das ist ja alles prima – aber für mich funktioniert das nicht. Nichts funktioniert für mich. Ich habe all diese Sachen schon vorher mal gehört und gemacht, und es funktioniert nicht bei mir.“ Oder Du sagst: „Nun, das ist ja toll – aber mir fehlt Motivation, mich zu ändern.“

Siehst Du, Du musst sehr vorsichtig sein, denn zuerst machst Du Deine Überzeugungen und dann machen Deine Überzeugungen Dich:

Und Du gehst hinaus damit in die Welt und die Welt tendiert nun mal dazu, zu respektieren, wovon Du überzeugt bist, weil Du es ausstrahlst und Dein Körper auf eine Art und Weise handeln wird, die absolut mit deinem Denken übereinstimmt und Du wie ein perfekter Schauspieler alle davon überzeugen wirst, dass es genau so ist.

 

Wie kannst Du mehr Selbstbewusstsein aufbauen?

Lass mich Dir zeigen, wie Dein Geist arbeitet und alles glaubt, was immer Du sagst.

Ich habe ein lustiges kleines Experiment für Dich:

Stell Dich aufrecht hin, zeige mit Deinem ausgestreckten Arm nach vorne wie mit einem Zielfernrohr und dann drehe deinen Oberkörper nach rechts – dem Uhrzeigersinn folgend – so weit er geht. Dreh Dich, ohne Deinen Kopf oder Deine Füße zu bewegen und deute auf die Stelle, die so weit rechts ist, wie Du sie nur erreichen kannst durch diese Drehung.

Dann schließ Deine Augen und in einer Minute wirst Du Deinem Oberkörper sagen, dass er sich weiter drehen soll. Dein Geist tut, was Du sagst. Also, wenn Du gleich Deine Augen geschlossen hast, möchte ich, dass Du Dir selbst im Geist sagst: „Wenn ich diese Übung wiederhole, wirst Du ein Drittel weiter gehen. Du wirst Dich ein Drittel weiterbewegen, weil ich es Dir sage.“

Und ich möchte dass Du Dir vorstellst, dass alle Sehnen, Bänder und Muskeln in Deinem Oberkörper und auch Deine Wirbelsäule wie Knete sind. Oder wie Gummi – elastisch und biegsam und Du kannst sie ziehen und ziehen und Dich drehen und weiter drehen – sodass Du Deinen Oberkörper fast um 360 Grad drehen kannst – wie eine Cartoonfigur.

Dann dreh Dich – mit geschlossenen Augen – wieder nach rechts und sieh Deinen Arm weiter gehen. Sag Deinem Oberkörper: „Du wirst noch ein Drittel weitergehen.“ Öffne Deine Augen und sieh, auf welche Stelle im Raum Du diesmal deutest.

Du kannst damit spielen, indem Du Dir sagst: „Das geht eh nicht: Nichts funktioniert für mich. Nichts funktioniert für mich. Nichts funktioniert für mich.“ Und dann kannst Du Dir sagen: „Es wird klappen! Ich dreh mich weiter und weiter. Alles funktioniert für mich. Alles funktioniert für mich. Alles.“ Dein Oberkörper, Dein Arm werden weiter gehen, wenn Du diese Worte sagst.

Wie geht das?

Unsere Gedanken haben direkte Wirkung auch auf unseren Körper – es gibt inzwischen viele Studien dazu und Übungen, die man machen kann (Stichwort: kinesiologischer Muskeltest): Wenn Du Dir glaubwürdig sagst, dass Du toll bist und alles gut sein wird, dann bist Du stark. Wenn Du Dir sagst, dass Du ein Loser bist und das alles Bullshit ist und Du nie was auf die Reihe kriegst, bist Du schwach.

So kannst Du ein besseres Selbstbewusstsein aufbauen:

Zu verstehen, dass Du immer dem folgst, was Du Dir sagst. Dass Dein Geist immer Deinen Gedanken folgt. Wenn Du Dich klein machst, bist Du klein. Wenn Du Dir sagst, dass Du versagen wirst, wirst Du versagen. Aber warum solltest Du das tun???

Ich werde das wahrscheinlich öfter wiederholen, weil der Verstand durch Wiederholung lernt: Dein Gehirn tut, was es denkt, dass es tun soll. Du sagst also besser wirklich gute Dinge zu Dir selbst.

Also, wenn Du in deinem Leben immer wieder Dinge erlebst, die Du eigentlich gar nicht willst; Angewohnheit hast, die Du nicht willst; wenn Du oft zögerst, nicht motiviert bist, wenn Du vor Gruppen nicht sprechen kannst, schüchtern bist obwohl Du sogar weißt, dass es eigentlich Quatsch ist und so weiter:

Irgendwie denkt Dein Gehirn, dass Du das willst, dass Du es so brauchst und dass es Dir hilft. Weil Du Dir vorher etwas gesagt hast, das genau dem entspricht.

Dies ist die Aufgabe von Coaching:

Mit Dir herauszufinden, was genau Du Dir sagst, was Dich am Ende nicht dahin führt, wo Du jetzt, als mündiger und eigenständiger Erwachsener sein möchtest. Im Coaching lernst Du, wie Du Dein Selbstbewusstsein aufbauen kannst, auf Basis Deiner aktuellen, echten Wünsche Deines erwachsenen Selbst.

Wenn Du neue, bessere Angewohnheiten haben willst, wie zum Beispiel früh aufzustehen, mehr Sport zu machen, gesund zu essen oder mehr zu flirten, denkt Dein Verstand, „Nein, dass willst Du nicht wirklich.“ Irgendwann und irgendwie hast Du Dir etwas gesagt, das dem widerspricht.

Was immer Du vorhast: Wenn Du Dir denkst, „Ich muss das tun. Aber ich will nicht“ wirst Du Dich sabotieren, weil Dein Unterbewusstsein Dich schützen will, vor allem, was Du nicht willst. Weil Du gesagt hast: „Ich muss das tun, aber ich will nicht.“ Also, wenn du denkst, „Ich muss“, sagt Dein Gehirn, „Du willst das nicht tun. Überlass es mir. Ich werde dich ablenken.“

Wenn du sagst: „Ich mache das, weil es meine Sache ist. Ich entscheide mich dafür. Ich entscheide mich dafür, z.B. erfolgreich zu sein. Es gibt jetzt keinen Ort, wo ich lieber wäre und keine Herausforderung, die ich lieber annehme!“

Dein Gehirn sagt: „Oh, das willst du?“

Ja, das ist was ich will. Lass mich dafür sorgen, dass mein Verstand es versteht, indem ich Wörter benutze, wie es mich begeistert, dieses Wochenende zu arbeiten. Es macht mich glücklich. Es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich das tue.

Wenn Du das Deinem Geist so schilderst, sagt dein Verstand: „Oh, nun, ich kann dir helfen, indem ich dir mehr Energie oder Leidenschaft schenke. Ich kann dich stundenlang wach halten oder Dir Fokus oder Willenskraft geben, um das zu tun.“ und so lernst Dein Gehirn nach und nach, wie Du ein neues, ein hilfreiches und starkes Selbstbewusstsein aufbauen kannst.

 

Selbstbewusstsein aufbauen hat damit zu tun, wie Du mit Deinem Geist – mit Dir selbst – sprichst.

Es geht also darum, zu verstehen, dass Du „falsche Ergebnisse“ erhältst, wenn Du Dir selbst falsche Informationen gibst.

Das ist nicht „positives Denken“ oder so etwas – es ist Selbstbewusstsein: eine direkte, spezifische und aktuelle Kommunikation mit Deinen Gedanken.

Ich möchte Dir einige der Sätze nennen, die viele Menschen benutzten. Wie viele davon benutzt Du regelmäßig?

  • Das macht mich wahnsinnig.
  • Das macht mich verrückt.
  • Das treibt mich an meine Grenzen.
  • Das ist alles so ein Mist.
  • Ich kann das alles nicht.
  • Ich schaffe das nicht.
  • Das geht bestimmt schief.
  • Das bringt mich um.
  • Ich möchte sterben.
  • Ich komme nicht zurecht.
  • Ich bin gestresst.

Du merkst bestimmt, dass diese Worte eine sehr starke Botschaft an Dein Gehirn senden – und wenn Du bessere Ergebnisse willst, hören auf, diese Wörter zu benutzen.

Wenn Du diese Art von Wörtern hier verwendest: Verändere sie!

Vielleicht in so etwas wie:

  • Das ist eine Herausforderung.
  • Dies ist eine Gelegenheit.
  • Alles, was du machst, ist Lernen.

Wenn Du schmerzhafte Worte benutzt, beschließt Dein Geist, Dich von diesem Schmerz weg zu bringen.

Wenn Du die Schmerzbotschaft veränderst – muss es nicht mal „Vergnügen“ sein, das Du Dir selbst kommunizierst: Niemand liebt es, seine Steuer zu machen. Aber wenn Du sagst: „Ich habe beschlossen, das ganze Wochenende damit zu verbringen, meine Steuer zu machen, denn danach werde ich mich großartig fühlen“, hört Dein Gehirn auf, den Schmerz damit zu verbinden.

Wir alle aktualisieren unsere Software:

Ich aktualisiere ständig die Apps auf meinem iPhone und meinen Computer auch…

Aber was ist mit der Aktualisierung unseres Denkens? Die genialste Software der Welt ist nicht gut, wenn die Software in Deinem Kopf veraltet, altmodisch und voller Bugs ist. Du willst Deine Software aktualisieren, indem Du mit Dir auf eine sehr, sehr spezielle Weise kommunizieren, die wirklich funktioniert!

Du kannst kein neues, stärkeres Selbstbewusstsein aufbauen, wenn Du Deine Software nicht aktualisierst!

Also, wenn Du z.B. lernst und Du sagst zu dir selbst: „Das ist langweilig. Das ist langweilig. Das ist harte Arbeit“, alles, was Du damit tust ist, es Dir noch schwerer zu machen.

Wie kannst Du mit diesem Wissen Schüchternheit überwinden?

Wenn Du jemanden kennen lernen möchtest und Du sagst zu Dir selbst:

  • Es ist gefährlich!
  • Was wenn ich abgelehnt werde?
  • Was wenn ich ausgelacht werde?
  • Was wenn ich mich blamiere?
  • Bestimmt ist er/sie eh schon vergeben!
  • Dann wird Dein Unterbewusstsein verstehen, dass dies eine Gefahr für Dich ist und Dich davon abhalten.

Wenn Du dies verhindern willst, musst Du die Art verändern, wie Du über Kontakt nachdenkst:

Im Moment willst Du mit Menschen in Kontakt kommen, damit sie Dich mögen und Dir geben, was Du Dir wünschst: Bestätigung, Wertschätzung, Zuneigung, Aufmerksamkeit.

Du befürchtest allerdings, dass der jeweilige Mensch Dir das vielleicht nicht geben möchte.

Und damit hast Du vollkommen Recht:

Du bist ein/e Fremde/r und willst etwas von einem/einer Fremden. Die Chancen sind 50:50. Denn entweder ist der Fremde aufgeschlossen für Dich und will dasselbe wie Du – oder er ist es nicht. Ein Faktor dabei ist auch, wie Du auf den anderen zugehst – wenn Du es schaffst, besonders interessant, attraktiv oder freundlich zu wirken, steigen Deine Chancen – allerdings nur, wenn Dein Gegenüber nicht gerade einen schlechten Tag hat, stimmt’s?

Für viele Menschen ist die Rechnung so, dass sie sich nur eine 10 % Chance ausrechnen. Und warum das so ist, ist sehr einfach:

Sie gehen im Kopf all die Gelegenheiten durch, wo sie von anderen nicht bekommen haben, was sie wollten. Dabei nehmen sie auch die Situationen, wo sie von sich aus auch nichts dafür getan haben, in Kontakt zu kommen und damit sogar selbst die Ablehnung bzw. den „Nicht-Kontakt“ initiiert haben… So entsteht im Rückblick das Bild von einer Flut aus Niederlagen und Ablehnungen.

Doch selbst eine 50:50 Chance ist den meisten Menschen zu wenig: 50 % Chance heißt auch 50 % Risiko – und Du willst nicht abgelehnt werden. Auf keinen Fall. Sobald Du darüber nachdenkst, macht Dein Gehirn: „Nein, nein – das wollen wir nicht! Bleib sicher! Bleib in der Deckung, dann geschieht Dir nichts!“

Wie also kannst Du so mit Dir sprechen, das Dein Gehirn das nicht tut?

Du brauchst ein anderes Ziel und musst Deine Angst vor Zurückweisung auflösen.

Was wäre, wenn Dein Ziel wäre, Dir selbst zu beweisen, dass nichts Schlimmes geschieht, wenn Du etwas tust, dass Du aktuell nicht so oft tust.

Wenn also das Ziel nicht wäre: „Ich will, dass Person XY das und das für ich tut“

Sondern wenn das Ziel wäre: „Ich will es heute schaffen, mindestens 10 Menschen anzulächeln und zu sehen, ob sie zurück lächeln.“ Oder „Ich will es heute schaffen, zwei Sekunden (die können ganz schön lang sein) Blickkontakt mit jemandem zu halten und ich werde mich großartig fühlen, wenn mir das gelingt.“

Menschen, die ein starkes und sicheres Selbstbewusstsein haben wissen, dass auch ihnen nicht immer alles gelingt. Und das ist okay. Doch sie reden sich niemals bereits vorher ihre Niederlage ein. Sie reden positiv, aufmunternd und aktivierend mit sich und probieren aus, was passiert. Das ist echtes Selbstbewusstsein.

Wenn Du Dir ein starkes, sicheres Selbstbewusstsein aufbauen willst, dann musst Du etwas dafür tun. Von allein ändert sich höchstens das Wetter. Zum Glück kannst Du bestimmen, wie Du mit Dir selbst sprichst.

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