Frauen auf der Partnersuche machen sich viele Gedanken.

Vor allem darum, wie „er“ denn so sein sollte: Mr. Right, der Traumpartner…

  • Was muss er haben, können, sein, wollen, tun?
  • Wie finde ich ihn?
  • Woran erkenne ich ihn?
  • Wie bringe ich ihn dazu, mit mir zusammen sein zu wollen?

Viele Frauen haben ganze „Listen“ – und das ist nicht unbedingt falsch… obwohl die „Traumpartnerliste“ meist ganz anders sein müsste, um wirklich erfolgreich zu sein (Lies dazu meinen Artikel über die Traumpartnerliste >>>)

Wie ist es eigentlich umgekehrt?

Wenn Du Deinen Traumpartner finden willst, musst Du einen Mann suchen, der eine Traumpartnerin sucht.

Wobei ich den Begriff „Traumpartner“ gerne als „idealen“ oder „passenden“ Partner verstanden haben möchte: Wenn Du Deinen Traumpartner finden willst, suchst Du nach jemandem, der wirklich sehr gut zu Dir passt und eine Partnerschaft mit Dir will.

Stimmt so für Dich? Gut, dann weiter!

Es geht also um einen Mann, der seine „Traumpartnerin“ sucht. Und da stellt sich doch die Frage:

 

Haben Männer auch eine „Liste“, was eine Frau zur „Traumpartnerin“ macht?

Ganz ehrlich: wenn Männer dies in Anwesenheit von Frauen erklären sollen, bleibt ihnen eigentlich nur eine Wahl:

Lügen was das Zeug hält!

Denn das, was Frauen von sich selbst glauben, was sie zu einer “Traumpartnerin” machen könnte, ist oft meilenweit von dem entfernt, wovon die Mehrheit der Männer tatsächlich (heimlich) träumt. Es ist spannend, dass die Meinungen darüber gerade bei den „Betroffenen“ so weit auseinander gehen. Und vermutlich macht genau das die Partnersuche so schwer.

Wenn Frauen mir im Coaching beschreiben, was sie gegebenenfalls zu einer Traumpartnerin macht, dann muss ich manchmal schmunzeln, denn das, was sie beschreiben, ist häufig bestimmt traumhaft… wenn sie mit einer Frau zusammen sein wollten.

Wie heißt es so schön: Der Köder muss dem Fisch schmecken – nicht dem Angler 😉

Lustigerweise verfallen die meisten Männer in Abschwächungen, wenn man sie nach der Beschreibung einer Traumfrau fragt.

Sehr häufig hört man Dinge wie:

  • „Sie sollte nicht auf den Kopf gefallen sein“
  • „Man muss sich mit ihr unterhalten können“
  • „Man muss sie schon anschauen mögen“
  • „Sie sollte schon auch attraktiv sein“

…und dann hört man, was für den Mann außerdem tolerierbar wäre oder womit er „gut leben könnte“ oder was für ihn „auch okay“ wäre.

Das liegt vermutlich daran, dass das, was Männer wirklich gerne hätten bzw. wovon sie „träumen“, für viele Frauen überhaupt nicht okay oder tolerierbar wäre als Wunsch und sie es deshalb nie aussprechen. Zumindest nicht in Anwesenheit von Frauen. In Anwesenheit von Männern allerdings meistens auch nicht…

Mit anderen Worten: Wenn wir Frauen auf unseren „Listen“ manchmal Wünsche haben, die für uns Frauen völlig logisch, nachvollziehbar und sinnvoll sind – aber für Männer zum Teil unlogisch, unvereinbar oder auch unfair sind, merken wir das gar nicht… die Männer allerdings merken das bei ihrer „Wunschliste“ schon und halten sich daher lieber „bedeckt“.

 

Die Traumfrau – eine Liste zur Orientierung

Das ist, was ich erfahren habe, wenn ich den Männern die Chance biete, ganz unter uns und völlig undiplomatisch frei zu wünschen; wenn die sprichwörtliche gute Fee erscheint und ihnen „die Frau ihrer Träume“ schickt:

  • Die Frau ihrer Träume hat Humor – was bedeutet: Sie lacht über seine Scherze und nimmt ihm nie etwas übel, sondern lacht einfach darüber, wenn er „unsensibel“ ist.
  • Die perfekte Frau sieht gut aus – aber so, dass sie sich nicht schminken muss dafür. Nein, sie sieht schon morgens beim Aufwachen gut aus, hat glänzendes Haar, geschmeidig weiche Haut, schöne Brüste und volle Lippen. Sie ist in 5 Minuten ausgehfertig und schön genug, dass andere ihn beneiden – aber nicht so schön, dass er sich ständig Sorgen machen muss, selbst gut genug für sie zu sein.
  • Seine Traumpartnerin hat einen interessanten Job, aber nicht interessanter als seiner (und auf keinen Fall besser bezahlt und wenn dann redet sie nicht darüber).
  • Eine echte Traumfrau hat nur Probleme, die er lösen kann. Und wenn er ihre Probleme erfolgreich gelöst hat, dann feiert sie ihn wie einen Superhelden (so wie er es verdient hat).
  • Die perfekte Partnerin ist intelligent – aber sie lässt es nicht raushängen – und sie ist auch bitte nicht viel schlauer als er und wenn dann allerhöchstens in irgendeinem „Spezialgebiet“, das ihn eigentlich gar nicht interessiert.
  • Die Traumpartnerin kritisiert ihn niemals, sie nörgelt nicht und sie macht ihm keine Verbesserungsvorschläge – auch nicht für seine Garderobe – und auf keinen Fall macht sie jemals irgendwelche Vorwürfe.
  • Wenn er mit seinen Kumpels losgeht, dann wünscht sie ihm viel Spaß anstatt zu fragen, wann er nach Hause kommt oder ihn zu warnen, dass er nicht zu viel trinken soll.
  • Eine Traumfrau streitet nicht mit ihm – schon gar nicht über das Fernsehprogramm und sie findet nichts albern, was er tut.
  • Die perfekte Partnernin sagt nie “Du verstehst mich nicht!”, denn sie weiß, dass das sowieso unmöglich wäre – aber sie versteht ihn – auch ohne Worte.
  • Die Traumfrau weiß was sie will – und vor allem will sie: ihn!
  • Die perfekte Frau gibt die besten Blow-Jobs der Welt und wenn möglich hat sie hat niemals ihre Tage oder gar PMS…

Mit anderen Worten: Eine Traumpartnerin zu sein ist genauso unrealistisch, wie einen Traumpartner finden zu können.

Aber ein bisschen was davon könnten wir uns natürlich durchaus angewöhnen… was meine ich?

 

Realismus statt Wunschdenken

Natürlich ist diese Liste grober Unfug – sie ist stark überzeichnet. Aber ich könnte mir vorstellen, Du verstehst vielleicht, worauf ich hinaus will:

So unrealistisch, wie sie auch ist – für einen Mann wäre das vermutlich wirklich perfekt und sehr angenehm. Auch er macht also Kompromisse, wenn er seine „Traumpartnerliste“ auf ein realistisches Niveau bringt.

Es wäre sehr hilfreich, würden wir alle ein Portion Realismus in unsere romantischen Gedanken bringen:

Wir alle wünschen uns manchmal Dinge, die nicht besonders realistisch sind. Das sollten wir einander nicht übel nehmen, sondern darüber schmunzeln. Denn in Wahrheit entsteht Liebe nicht dadurch, dass wir unserem Partner all seine Wünsche erfüllen können…

Offenheit statt Träumerei

Wenn Du Deinen Traumpartner finden willst, dann ist das allerwichtigste dabei, dass Du offen bist: Offen für Begegnungen – auch z.B. im Alltag. 

Viele Frauen, die zu mir kommen und ihren Traumpartner finden möchten, scheuen gerade die Männer, die sie interessant und attraktiv finden. Wie kann eine erwachsene, emanzipierte, gestandene Frau im 21. Jahrhundert einen Traumpartner finden wollen und sich bei Männern, die ihr gefallen plötzlich verhalten, wie eine verschüchterte, pubertierende Teenagerin in den 1960er Jahren???

Nicht jeder Mann da draußen kommt als passender Partner in Frage – doch um herauszufinden, wie ein Mann ist und ob man zueinander passen könnte, muss man sich näher kommen dürfen: Ein Blickkontakt, ein freundliches Lächeln, eine offene Geste und ein klein wenig Selbstvertrauen und Mut wäre da durchaus angebracht!

Das wäre tatsächlich schon eine der ersten und wichtigsten Erkenntnisse und Maßnahmen, um ihn zu finden: Den Traumpartner!

 

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Neu: Der Nina Deißler Podcast

In meinem Podcast geht es um die Themen, die mich bewegen: Flirt, Dating, Partnerschaft, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Männer, Frauen, 6 und Liebe.

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