Wie man Trennungsschmerz überwinden kann, ist ein Thema, das immer wieder in meiner Praxis auftaucht. Oft geht es aber auch darum, wie man seine oder seinen Ex zurückgewinnen kann.

Sven und Martin von „Männlichkeit stärken“ haben daher das Thema „Ex zurück“ in einer Blogparade aufgenommen und ich habe zu diesem Thema ein paar Erfahrungen, die sicher auch für Dich hilfreich sein können. Es könnte allerdings mal wieder sein, dass Du nicht so glücklich mit dem sein wirst, was Du gleich liest…

 

Ex zurück und Trennungsschmerz – eine Beobachtung aus der Praxis

Ich coache inzwischen schon seit fast 20 Jahren Menschen zum Thema Liebe, Dating und Partnerschaft – und natürlich kommt es häufig vor, dass das Thema „Trennung“ auf den Tisch kommt.

Dabei konnte ich ein spannendes Phänomen beobachten:

Es gibt Menschen, die kommen zu mir, weil sie den Ex-Partner zurückgewinnen wollen – und es kommen Menschen zu mir, die überlegen, ob die Beziehung noch „reparabel“ ist, oder ob sie sich lieber trennen sollten. 

Tatsächlich sind die erste Gruppe – also die, die sich bereits getrennt haben und jetzt zurück wollen in 20 Jahren Praxis zu 100 % Männer gewesen. Die anderen zu 99 % Frauen.

Im Klartext: Es kam noch nie eine Frau zu mir, die sagte: „Ich habe mich von meinem Partner getrennt und jetzt merke ich, dass das eine blöde Idee war. Ich will ihn wiederhaben! Wie kann ich meinen Ex zurückgewinnen?“ Und es kam nur ein einziger Mann zu mir, der sagte: „Meine Beziehung ist irgendwie nicht so, wie ich sie mir vorstelle… ich überlege, ob man da noch was verbessern kann oder ob ich mich trennen sollte?“ 

Wie kommt das?

Es mag ein Klischee sein – aber ich habe nun gewissermaßen eine Statistik zu diesem Klischee…. Männer scheinen ihre Entscheidung nun mal oft eher „einsam“ zu treffen und sie scheinen offenbar erst dann zu merken, was sie an der Partnerin hatten, wenn sie sie nicht mehr haben. Oder ist es doch eher so, dass sie schlechter mit Trennungsschmerz umgehen können, als Frauen? Frauen hingegen suchen in Beziehungsthemen häufiger Rat, doch wenn sie sich entschieden haben, dann scheint diese Entscheidung recht sicher und endgültig zu sein.

Ganz anders sieht das natürlich aus, wenn man nicht der „aktive“ Part bei einer Trennung ist: Also wenn man nicht derjenige ist, der sich trennt, sondern der, von dem sich getrennt wird. Gerade dann ist der Trennungsschmerz natürlich ungleich größer.

 

Was ist Trennungsschmerz

Trennungsschmerz entsteht, wenn wir – ohne dass wir das wollen – von Dingen oder Menschen getrennt werden, die wir eigentlich „behalten“ wollen. Interessant dabei ist allerdings, dass wir – gerade wenn es um Menschen geht – viel mehr an unserer Idee von diesem Menschen und der Beziehung hängen: Wir hängen an unserer Fantasie, wie der andere oder die Beziehung sein könnte, wenn wir endlich alles richtig machen.

Die meisten Menschen, die mit Trennungsschmerz zu mir kommen, vermissen nicht den Partner wie er wirklich ist, Sie vermissen auch nicht die Beziehung, wie sie wirklich war.

Nein:

Sie leiden darunter, dass sie ihre Idealvorstellung aufgeben müssen. 

Ganz besonders hart ist das, wenn man sicher war, seinen sogenannten Seelenpartner gefunden zu haben: Ein Mensch, mit dem man von Anfang an eine ganz besondere Verbindung hatte. Doch nicht jede Seelenpartnerschaft ist dazu gemacht, ein Leben lang zu halten – manchmal ist sie auch da, um zu lernen.

Viele Beziehungen, die in die Brüche gehen und Trennungsschmerz verursachen, gehen ja deshalb auseinander, weil die beiden Partner in der Beziehung zum Beispiel nicht sehr gut miteinander harmonieren. Da gibt es dann oft Streit und andere unangenehme Nebenwirkungen. Manchmal ist es auch Eifersucht, die den Partner wegtreibt, weil er sich nicht mehr dem beständigen Misstrauen und der Verlustangst des anderen aussetzen möchte. Oder man trennt sich, weil die Beziehung durch schlechte Kommunikation, mangelndes Interesse, zu unterschiedliche Ziele und Werte nicht mehr das ist, was man sich vorgestellt hatte.

Natürlich gibt es da einiges, woran man arbeiten kann – das allerdings klappt nur, wenn beide es wollen!

Der Retter-Komplex

Viele Menschen, die unter Trennungsschmerz leiden, glauben, dass sie irgendwas bestimmtes tun könnten, damit der andere – jetzt Ex-Partner – endlich bemerkt, wie toll es doch wäre, zusammen zu sein oder wie man für ihn wäre und so weiter. Sie suchen gewissermaßen nach Möglichkeiten, den Ex-Partner zu seinem „Glück“ zu zwingen. Und das Glück liegt natürlich in der Beziehung zu ihnen…

Was sie dabei vergessen ist, dass dieser Ex-Partner offenbar eine andere Definition von „Glück“ zu haben scheint, als sie. Oder dass der Ex überhaupt kein „Glück“ will. Diese Form von Trennungsschmerz beruht auf der Überzeugung, man wisse besser, was für den anderen gut wäre, als er/sie selbst.

In anderen Kontexten nennt man so etwas Arroganz und Übergriffigkeit.

Es mag ja zum Beispiel sein, dass Dein/e Ex-Freund/in zu viel trinkt – besonders, wenn Du nicht dabei bist oder mit irgendwelchen anderen Sachen nicht klar kommt und „sich ruiniert“. Nur ist es nun mal sein Leben und seine Verantwortung und seine Entscheidung, was er mit seinem Leben anfängt. Natürlich könntest Du ihn „retten“ – nur dafür bräuchtest Du eben nun mal sein Einverständnis. Und eine Trennung ist in diesem Sinne eine klare Absage an Deinen Retter-Komplex.

 

„Aber wir könnten doch so glücklich sein“

Die andere Variante von Trennungsschmerz, an der viele Menschen leiden ist, dass sie im Ex die (einzige) Quelle für ihr Glück sehen: Es muss dieser Mensch sein.

Manchmal geht das soweit, dass es dieser Mensch sein soll – aber natürlich nicht ganz so, wie er jetzt ist…  „Aber er/sie hat das Potential dieser Mensch zu werden, den ich mir vorstelle. Und wenn ich alles richtig mache und sein/ihre Bedürfnisse ganz erfüllen könnte, dann würde auch er/sie meine Bedürfnisse erfüllen“, stimmt’s?

Nein, stimmt leider nicht.

Die meisten Menschen, die in meine Praxis kamen und Trennungsschmerz hatten, vermissten gar nicht so viel an der Beziehung, die sie tatsächlich hatten. Was sie nicht verkraften konnten war, ihre Vorstellung davon loszulassen, wie es hätte sein sollen oder sein können. Sie konnten nicht verkraften, dass sie den Traum davon aufgeben mussten wie die Beziehung sein könnte.

Das hat viel damit zu tun, dass wir uns sehr häufig in Menschen verlieben, die uns auf eine besondere Art und Weise triggern: Wir fühlen uns unwiderstehlich hingezogen zu Menschen, die das Potenzial haben, ungelöste Traumata unserer Kindheit mit uns zu re-inszenieren:

Beispiele aus der Praxis

Manchmal sind das Menschen, die ähnliche „Probleme“ haben, wie ein Elternteil es hatte. Nur dass wir bei unserem Vater oder unserer Mutter als Kind nicht sehen konnten, dass er/sie ein psychisches Problem oder sogar eine Krankheit hatte und wir nur den Schmerz spürten, der resultierte aus der Unfähigkeit des Vaters oder der Mutter, unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Deshalb ist es auch in der Partnerschaft so schwer zu erkennen.

Manchmal sind es Menschen, an denen wir uns „abarbeiten“ können – wenn Du als Kind das Gefühl hattest, dass Du Deinen Vater oder Deine Mutter „retten“ musst, dann kann es Dir auch als Erwachsener passieren, dass Du Dich unwiderstehlich zu Menschen hingezogen fühlst, die Du retten möchtest.

Frauen, deren Väter sehr unglücklich waren mit der Mutter, tendieren dazu, ein fast unwiderstehliches Faible für „unglücklich verheiratete“ Männer zu entwickeln. Sie kennen das Gefühl, die „bessere Frau“ sein zu wollen, die um den Mann wirbt, bei ihr zu bleiben.

Männer, deren Mütter oft über Lieblosigkeit oder Rücksichtslosigkeit des Vaters klagten oder sichtbar darunter litten, tendieren dazu, als Erwachsene ihren Partnerinnen alles recht machen zu wollen – und wundern sich, warum es ihnen nicht gedankt wird…

Menschen, die sich selbst nicht lieben oder sich für nicht liebenswert halten (weil sie glauben, das als „Feedback“ von ihren Eltern bekommen zu haben – aka: Meine Eltern haben mich nicht geliebt), tendieren dazu, für ihre/n Partner/in einfach alles zu tun und sie tun so viel, dass der andere bald vollkommen genervt ist von all den Geschenken und Liebesbezeugungen und „liebevollen Überraschungen“ weil sie einfach gnadenlos übertreiben.

Das sind nur einige Beispiele für Beziehungen, die von Beginn an nur wenig Chancen auf „dauerhaftes Glück“ hätten.

 

Warum ist es so „reizvoll“, den/die Ex zurückgewinnen zu können?

Wir Menschen haben leider eine natürliche Begabung dafür, besonders die Vorteile und guten Eigenschaften an allem zu sehen, was wir nicht haben können und an dem was wir haben, die Nachteile und Fehler zu erkennen.

Alles was wir haben wird schnell „normal“, wird zur Gewohnheit, ist selbstverständlich.

Alles was nicht so ist, wie es sein soll, fällt auf – stört, nervt….

Was wir nicht haben können, wird verlockend und erscheint umso begehrenswerter.

Der menschliche Geist ist meist darauf ausgerichtet zunächst einmal die Nachteile einer Situation zu sehen. Das konnte in früheren Zeiten überlebenswichtig sein und ist auch heute noch oft gar nicht so unnütz… Wenn wir jedoch unfreiwillig in die Situation einer Trennung gebracht werden, hilft das wenig.

Oft gibt es für Trennungsschmerz auch noch einen Grund, der ganz anders liegt, als Du Dir vielleicht eingestehen möchtest:

Stefans Geschichte:

Stefan erzählte mir, dass er sich bereits vor über 6 Monaten von seiner Freundin getrennt hatte, aber immer noch litt, „wie ein Hund“.

„Ich komme einfach nicht über sie hinweg“, sagte er im Coaching zu mir, „Ich weiss zwar, dass sie mich schlecht behandelt hat und alles. Aber irgendwie liebe ich sie immer noch!“

Ich fragte Stefan, wie die Beziehung gelaufen sei und warum sie sich getrennt hatten. Er erzählte mir, es habe von Anfang an immer wieder Schwierigkeiten gegeben: Obwohl sie sich in vielen Dingen einig und ähnlich waren, gemeinsame Interessen hatten, gab es immer wieder Streit. Er bemühte sich, so gut es ging, seiner Freundin entgegen zu kommen und ihr Verständnis entgegen zu bringen. Er war offen, liebevoll und „gab“. Sie aber war nie zufrieden und sie „gab“ auch nicht wirklich zurück. Er hatte das Gefühl, ihr nie etwas recht machen zu können und es frustrierte ihn, dass seine liebevolle Gesten nie erwidert wurden.

„Ich habe immer gehofft, dass sie mir irgendwann mal erzählt, was eigentlich ihr Problem ist. Sie ist an sich ein wunderbarer Mensch – naja, sie könnte es sein – aber sie lässt keinen so richtig an sich ran. Sie öffnet sich einfach nicht. Sie sagt zwar, dass sie mich liebt – aber sie zeigt es einfach nicht… So, als wäre ihr völlig egal, was ich für sie tue.“

Das wäre der Moment, wo man darüber mutmaßen könnte, ob Stefans Ex-Freundin eine Narzistin ist – denn ich weiß, dass viele Blogs sich mit dem Thema „Beziehung zu Narzissten“ oder auch „Toxische Beziehung“ beschäftigen. Aber letztlich – weisst Du was? Das ist vollkommen egal – denn jedes Wort und jeder Gedanke über Stefans Ex-Freundin wäre verschwendete Zeit und ich erklärte es ihm anhand einer Metapher:

Stell Dir mal vor, da stünde jetzt ein Getränkeautomat – und Du willst eine Cola aus diesem Automaten. Du wirfst einen Euro rein – er bleibt stecken. Es kommt keine Cola raus. Du haust an den Automaten. Nichts passiert. Du drückst alle Knöpfe – nichts passiert. Du wirfst noch einen Euro rein. Der kommt wieder raus. Aber keine Cola. Du reibst die Münze am Automaten und wirfst sie wieder ein – sie kommt wieder raus. Du spuckst drauf und wirfst sie wieder rein. Sie bleibt stecken – keine Cola. Du drückst die Knöpfe – der Euro kommt wieder raus. Du wirfst ihn wieder rein – er kommt wieder raus…

Wie lange würdest Du Dich mit diesem Getränke-Automaten beschäftigen? 

Stefan musste unwillkürlich grinsen, als ich ihm diese Geschichte erzählte, denn er merkte: Wäre es das, was es in der Geschichte ist, dann hätte er es längst aufgegeben und wäre zu einem anderen Automaten oder einem Kiosk gegangen, um sich seine Cola zu holen… oder vielleicht etwas ganz anderes, gesünderes!

Doch an seiner Freundin hatte er sich über die Monate abgearbeitet und alle möglichen Methoden probiert, letztlich doch noch das aus ihr heraus zu bekommen, was er sich wünschte. Sein Stolz war es und ein Stück weit sogar etwas Arroganz, die seinen Trennungsschmerz verursachten: Er konnte einfach nicht aufgeben. Er konnte es nicht gut sein lassen. Er war nicht bereit, nach so viel Mühe, die er sich gegeben hatte, zu akzeptieren, dass es nichts genützt hatte. Und das tat richtig weh… er hatte immer noch einen Funken Hoffnung, dass es doch noch irgendeine Möglichkeit geben könnte, wie sie sich so verhielt, wie er es sich wünschte.

Würde er es machen wie beim Cola-Automaten und einfach akzeptieren, dass dieser Automat keine Cola hergeben mag, wäre sein Schmerz schnell vorüber.

Und da kam direkt die zweite Falle: Würde er es denn akzeptieren, dass sein Schmerz schnell vorüber wäre, wo er doch so lange so sehr gelitten und so viel investiert hatte?

Da hatte ich direkt noch eine Frage für ihn:

Wenn Du einen schmerzenden Fuss hättest, und Du würdest bereits seit zwei Jahren mit diesen Schmerzen herumlaufen. Du hast inzwischen alles mögliche probiert: Salben, Verbände, Massagen… doch der Fuß schmerzt immer schlimmer. Und jetzt kommt ein Arzt, der schaut sich das an und sagt Dir: „Du hast einen kleinen Splitter im Fuß und der verursacht eine Entzündung! Wenn wir jetzt den Splitter entfernen und die Wunde säubern, ist in zwei Wochen alles wieder gut!“ Würdest Du dann sagen: Was? Aber ich habe doch jetzt schon zwei Jahre gelitten – ich will nicht, dass es in zwei Wochen vorbei ist!“?

Vielleicht geht es Dir ja ähnlich, dann kannst Du Dir diese Frage auch stellen…. und das wären weitere Maßnahmen, wie Du Trennungsschmerz überwinden kannst:

 

Trennungsschmerz überwinden

Natürlich ist es gut und richtig, bei einer Trennung zu trauern und Trennungsschmerz zu spüren. Das ist normal – man wäre ja mit dem anderen gar nicht zusammen gewesen, wenn es einem nichts ausmachen würde, es nicht zu sein.

Gegen Trennungsschmerz zu kämpfen ist daher in erster Instanz sinnlos und auch nicht zielführend. Doch es kann passieren, dass der Trennungsschmerz so stark wird, dass er in eine Depression mündet: Trennungsschmerz kann bei vielen Menschen depressionsähnlich Zustände hervorrufen – und wer anfällig ist, für Depressionen, kann durch eine Trennung einen richtigen Schub bekommen. Doch das muss nicht sein:

Der Schlüssel zur Überwindung von Trennungsschmerz ist eine Entscheidung:

Die Entscheidung, die Realität zu akzeptieren und eine andere Zukunftsvision zu akzeptieren. Dafür genügt es im ersten Schritt, die aktuelle Situation zu akzeptieren:

Stell Dich vor den Spiegel und sage Dir jeden Morgen und jeden Abend 10 – 20 mal:
„Ich akzeptiere, dass die Beziehung mit …….. zu Ende ist.“ 

Das klingt vielleicht erst mal komisch, aber Du wirst sehen, dass dies innerhalb weniger Tage eine spürbare Verbesserung des Trennungsschmerz herbeiführt.

Doch um das zu tun, ist es wichtig, dass Du Dich für das Leben entscheidest.

Für Dein Leben.

Dein Leben in der jetzigen Realität – ohne diesen Menschen und ohne die Fantasien darüber, wie es hätte sein können.

Und dann hilf Dir – und lass Dir helfen:

  • Packe alles weg, was Dich an Deine/n Ex erinnert.
  • Rufe Freunde an – gerade auch die, die Du vielleicht vernachlässigt hast (entschuldige Dich dafür!)
  • Probiere ein neues Hobby aus
  • Besuche Seminare und Weiterbildungsveranstaltungen
  • Mach Sachen, die Dein/e Ex immer blöd fand oder nicht mitmachen wollte
  • Geh aus und mache Dinge, wo es um Bewegung geht: Tanzen, Sport und so weiter tun jetzt gut

Such Dir vielleicht auch einen Coach, der Dir hilft, Deine Emotionen zu ordnen und eine neue Zukunftsvision zu entwickeln.

Wenn Du es geschafft hast, den Trennungsschmerz und das Bedürfnis Deine/n Ex zurückgewinnen zu wollen, so zu reduzieren, dass Du Dir auch ein Leben ohne sie/ihn vorstellen kannst: Denke darüber nach und sei ehrlich zu Dir, was Du dafür getan hast, dass die Beziehung gescheitert ist.

Oft sind es genau die Dinge, die wir uns nicht eingestehen wollen, die wir über uns selbst nicht wissen wollen, die uns weiterbringen. Es ist oft nicht sehr schmeichelhaft für einen selbst, was man da so entdeckt – aber es hilft enorm! Vielleicht hast Du ja in den Praxisbeispielen von oben schon etwas gefunden, das Dir bekannt vorkommt…

 

Oder doch die/den Ex zurück?

In 95 % der Fälle ist es gut, sinnvoll und richtig, wenn eine Beziehung zu Ende geht – auch und gerade, wenn nur einer von beiden das so sieht. Aber natürlich hoffen viele Menschen, dass sie die Ausnahme sind und zu den 5 % gehören. Eine der ersten Voraussetzungen dafür aber wäre, dass Dein Ex Dich auch zurück haben möchte – von sich aus. Sollte das nicht der Fall sein, glaube mir: Du gehörst zu den 95 %.

Welche Chancen Du hast und unter welchen Umständen Du Deine/n Ex zurückgewinnen könntest, das weiß mein Kollege Eric Hegmann ziemlich genau… aber Vorsicht: Auch er wird Dich warnen, denn: On-Off-Beziehungen machen psychisch krank, das hat eine Studie kürzlich bewiesen… und das weiß jeder, der so etwas mal erlebt hat.

Wichtigster Bestandteil im „Ex-Zurück-Programm“: Beide (!) müssen es wollen.

Wenn Du dann aber immer noch der Meinung bist, dass Du unbedingt Deine/n Ex zurückgewinnen musst, dann haben Lena und Stephan von Szenario2 direkt 25 Ideen inklusive Textvorschläge für Kurznachrichten. Auch wenn ich persönlich das für Zeitverschwendung halte. Wie sagte mein Vater: Aufgewärmt schmeckt nur Gulasch!

Oft genug ist eine Trennung eben, was es ist – und es ist nur unser kindlicher Impuls, der sich wünscht, dass alles beim Alten bleibt – doch im Leben bleibt nichts beim Alten… Vielleicht machst Du es wie Helen von Yogabody und nimmst eine Trennung zum Anlass eine ganz wichtige Lektion in Deinem Leben anzunehmen: Loslassen lernen! 

Und nie vergessen: Liebe tut nicht weh – es ist der Schmerz der Trennung, das Gefühl, dass Du von diesem Menschen nichts mehr bekommst… vielleicht auch, dass Du Dir eingestehen musst, dass Deine Methoden, um die Beziehung zu gestalten, nicht funktioniert haben.

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Neu: Der Nina Deißler Podcast

In meinem Podcast geht es um die Themen, die mich bewegen: Flirt, Dating, Partnerschaft, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Männer, Frauen, 6 und Liebe.

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