Mit dem Jahreswechsel geht es vielen Menschen so, dass sie Rückschau halten und sich für das neue Jahr auch etwas vornehmen.

Wie hältst Du es damit? Nutzt Du den Jahreswechsel selbst auch, um mal zu reflektieren, wie Dein Leben gerade läuft und Dir zu überlegen, was Du gerne fortführen und was Du vielleicht auch verändern möchtest? Und was tust Du dann?

Zum 31.12. fragte ich auf meiner Facebook-Seite die Follower: „Wie war das vergangene Jahr für Dich? Antworte mit einem GIF!“

Daraufhin bekam ich von vielen Menschen traurige Gesichter, Grimassen, kotzende Kaffeebecher und ähnliche „Symbole“ dafür, dass das abgelaufene Jahr offenbar nicht so toll war. Das machte mich sehr betroffen –  doch dann fiel mir noch etwas auf:

Genau zu dieser Zeit war mein Coaching-Programm „Werde echt!“ wieder offen, Teilnehmer aufzunehmen. In diesem Programm geht es unter anderem darum, seinem Leben eine positive Wendung zu geben. Keiner der Menschen mit einem schlechten Jahr hat sich dafür angemeldet…

Ich fragte mich, warum… Dann fiel mir eine Bekannte von mir ein, die schon immer jemand ist, der sich sehr viele Sorgen macht. Oft habe ich das Gefühl, dass sie 80 % ihrer Zeit und auch 80 % ihrer Energie damit verschwendet, über Dinge nachzudenken, die niemals passieren werden oder auf die sie überhaupt keinen Einfluss hat…

Ihr fällt das gar nicht auf –  für sie ist das ja normal. Wenn ich sie mal treffe, wundere ich mich oft darüber, was sie alles tun könnte, wenn sie ihre Zeit und Kraft anders einsetzen würde. Interessant ist auch, was ihr alles so „passiert“ – sie aber kennt es gar nicht anders und würde vermutlich auch gar nicht auf die Idee kommen, dass es auch anders gehen könnte.

Und ich denke, das geht wohl ganz vielen Menschen so:

Wir erkennen unsere eigentlichen Möglichkeiten oft erst dann, wenn wir quasi „ zufällig“ mal außerhalb unserer eigenen „Welt“ geraten…

Wenn ich zurückdenke an meine frühen Zwanziger: Ich war schon immer sehr neugierig, aufgeschlossen und interessiert- aber ich hätte mir niemals vorstellen können, was ich heute alles tue, wo und wie ich lebe und was mal „normal“ für mich sein würde…

Ich erinnere mich, wie ein Freund mir mal erzählte, dass er vollkommen neue Welten und Möglichkeiten entdeckte, als er begann, sich mit NLP zu beschäftigen. Er hatte nicht unbedingt „Probleme“ mit sich, aber es gab ein paar Dinge, die er einfach nicht so recht auf die Reihe kriegte und – nennen wir es – „seelische Wunden“, die er mit sich herumtrug und von denen er nach einigen Jahren Therapie auch dachte „Naja, besser als das wird’s wohl nicht werden.“ Er war sehr erstaunt zu entdecken, dass er sich damit tatsächlich getäuscht hatte.

Was ich Dir damit sagen möchte: Du wirst schwerlich eine Veränderung in  deinem Leben anstreben, wenn Du Dir gar nicht vorstellen kannst, dass (und vor allem wie) sich die Dinge und Dein Leben verändern und verbessern könnten.

 

Genau darum geht es im Grunde, wenn wir über die sogenannten Glaubenssätze sprechen:

Glaubenssätze sind am Ende nichts anderes als das, was wir für „die Welt“ und „die Realität“ halten… und egal wie sch…lecht die sich für den einzelnen auch darstellen mag: Die meisten Menschen sind durchaus bereit, ihre Variante der „Realität“, wenn es sein muss, mit Zähnen und Klauen zu verteidigen. (Um das zu sehen, brauchst Du nur einige Kommentare bei meinenVideos oder Artikeln zu lesen, in denen ich z.B. über Gründe schreibe, warum bestimmte Dinge sind, wie sie sind – und wie man sie verändern könnte.)

Es ist schon manchmal komisch, wie wir Menschen so sind, oder?

Es hat damit zu tun, dass unsere Glaubenssätze oder quasi unsere  „Glaubenswelt“ uns einfach eine gewisse Sicherheit gibt. Selbst, wenn das was wir zu wissen glauben, etwas ist, das für uns in gewisser Hinsicht unangenehm oder nachteilig ist, erscheint es vielen Menschen „sicherer“, sich mit diesen Umständen zu arrangieren und sich mit einem gewissen Maß an „Unglück“ einzurichten, als die Möglichkeiten und Gründe wirklich zu erforschen und „etwas“ (sprich: sich) zu verändern.

 

Erst glauben, dann wünschen…

So ist es mir auch in meinem Workshop zum Jahreswechsel aufgefallen: Viele der Teilnehmer standen vor der Herausforderung, sich etwas für das kommende Jahr zu wünschen. Doch wie soll man sich mit einem guten Gefühl etwas wünschen, wenn man gar nicht glauben kann, dass es tatsächlich passieren könnte?!

Wie sollte ma etwas planen, wenn es sich in der eignen Vorstellung so weit entfernt befindet, dass es nahezu unerreichbar erscheint?!

Wie etwas ändern, wenn einem gar nicht klar ist, dass die Veränderung von einem selbst ausgehen könnte oder sollte – ja, vielleicht sogar müsste?!

Vielleicht geht es Dir gerade, wie vielen anderen Menschen zuvor in meinem Coaching und Du denkst Dir zum Beispiel:

“Die hat gut reden! Das, womit ich zu tun habe, liegt ja nicht an mir! Das liegt zu großen Teilen an…… (den Männern/Frauen, meiner Ex, meinen…. meinem….. wer auch immer). Was soll ich denn da ändern?!“

Ob etwas wirklich „nun mal so ist“ – oder ob es nur für Dich so ist ( und dementsprechend veränderbar sein könnte) erkennst Du daran, ob es wirklich immer und für alle anderen auch so ist. Wenn Du Dich umschaust in deiner Familie, bei Freunden und Bekannten, bei der Arbeit – kannst Du ausschließlich Beweise finden für Deine „These“ oder gibt es da auch Ausnahmen?!

Die Wahrheit ist, dass Du immer ein gewisses Maß an Einfluss hast auf das, was Dir (vermeintlich) passiert. Wen  Du Dich veränderst, verändert sich auch das, was Dir passiert. Und das beginnt bereits damit, was Du für möglich hältst oder was Du auch z.B. bereit bist zu akzeptieren.

Daraus formt sich dann wiederum auch, was Du Dir wünschst.

Eine Teilnehmerin zum Beispiel hing sehr an der Überzeugung, dass offenbar ihr gesamtes Lebensglück daran hinge, dass sie drastisch an Gewicht verlieren müsse. Wenn sie das nicht schaffte, wäre alles andere ebenfalls hinfällig…

Nun, wenn Du mich kennst oder vielleicht Bilder und Videos von mir gesehen hast, dann weißt Du sicher, dass auch ich keinesfalls schlank bin – dennoch habe ich viele der Dinge, die sich die Teilnehmerin wünschen würde… mit dem Gewicht hat es also möglicherweise am Ende vielleicht doch nicht so viel zu tun!?

Eine kleine Übung für Dich

Ich weiß aus Erfahrung, dass es durchaus ein wenig dauern kann, seine eignen Grenzen der Realität und der Möglichkeiten zu erkennen und zu erforschen – und sie am Ende sogar zu erweitern. (Genau deshalb ist „Werde echt,Werde echt,“ ja auch ein Programm, dass Du über mehrere Monate nutzen könntest)

Du könntest ja damit anfangen, einmal ein kleines Resümee zu ziehen. Dies ist eine der ersten Übungen, die wir auch im Workshop „Plan Dein bestes Jahr“ gemacht haben – und Du wirst bestimmt erstaunt sein, was dabei heraus kommen wird….

Es ist dabei sehr wichtig, dass Du sie tatsächlich schriftlich machst – notiere Dir ein paar Zeilen, es lohnt sich:

Denk mal an die letzten 10 – 15 Monate Deines Lebens und schreibe auf:

  • Was ist in den letzten Monaten in Deinem Leben ziemlich gut gelaufen?
  • Womit bist Du zufrieden?
  • Wo hattest Du Spaß und positive Erlebnisse?
  • Was ist nicht so gut gelaufen?
  • Wo hat sich Dein Leben nicht positiv entwickelt?
  • Was ist Dir nicht gelungen?

Und dann überlege mal bei all diesen Punkten:

Woran lag das – in Deinem Einflussbereich: Was hast Du getan oder nicht getan, damit das passieren konnte? Was hast Du dazu getan? Was hast Du gemacht oder eben nicht gemacht- bei den guten und den nicht so guten Dingen, die es möglich gemacht haben, dass es so geworden ist, wie es eben war.

Wenn Du das gemacht hast ( und wie gesagt: es ist wichtig, es aufzuschreiben) – schau Dir die beiden Bereiche an. Gibt es Dinge, die sich wiederholen?

Findest Du Parallelen?

Wahrscheinlich wird das so sein…

Und sehr wahrscheinlich wären diese Erkenntnisse ein guter Anfang für eine Veränderung zum Besseren:

  1. Mach mehr von dem, was gut funktioniert hat
  2. Mach weniger von dem, was Dir nicht die Ergebnisse beschert hat, die Du gerne hättest.

Ist Dir das zu einfach?
Probier es aus!

 

Ich wünsche Dir ein Wunder-volles neues Jahr!

 

 

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